Bhujangasana: Die Kobra

Symbolträchtige Bezeichnungen der Asanas im Yoga helfen dem Praktizierenden oft bei der Durchführung derselbigen.

Bhujangasana, die Kobra, gehört zu diesen bildhaften Übungen. Mit der Beschreibung dieser Asana möchte ich die, im Sommer begonnene Serie, Yogaübungen gegen Rückenschmerzen wieder aufnehmen und fortführen. Die Kobra ist eine Rückbeuge und u.a. Teil des Sonnengebets. Durch die starke Streckung der Rückenmuskulatur bewirkt sie zum einen, dass die Durchblutung des Gewebes gefördert und die Flexibilität der Wirbelsäule erhöht wird. Doch die Kobra kann noch mehr für die Rückengesundheit tun. Es scheint zwar für den Ungeübten, als würden die Arme die ganze Last tragen, in Wirklichkeit erfolgt die Streckung jedoch aus der unteren Wirbelsäule heraus. Die ungewohnte Belastung sorgt dafür, dass an dieser Stelle besonders viele Muskeln aufgebaut werden können, die Haltungsfehlern und Verspannungen entgegenwirken. Das Stützkorsett des Körpers wird perfektioniert. Darüber hinaus wirkt die Kobra regulierend auf den Blutdruck, fördert Konzentration und Willensstärke und kann durch eine effektive Öffnung des Brustkorbes sogar die Atmung verbessern, was besonders Asthmatikern hilft. Durch den Druck auf den Unterleib und die entkrampfende und massierende Wirkung an dieser Stelle, werden Menstruationsbeschwerden gelindert und alle wichtigen Organe angeregt.

Das Bild zeigt die ganze Kobra. Die hier beschriebene „Halbe Kobra“ als Standardübung bezieht sich auf das Ruhen der Unterarme am Boden.