Wann hilft Thalasso-Therapie?

Thalasso kann zwar ganz schön entspannen, ist aber dennoch eine Anwendungsform, die aus dem medizinischen Bereich stammt.

Thalasso wird heute immer öfter als „Wellness“ angepriesen, gehört aber ursprünglich in den medizinischen Bereich. Seine Wurzeln liegen im 18. Jahrhundert, wo eine Doktorarbeit über die Wirkung von Meerwasser auf die Gesundheit dafür sorgte, dass diesem Produkt der Natur mit der Zeit immer größere Bedeutung beigemessen wurde. Nachdem die ersten Thalasso-Zentren entstanden waren, störten der Zweite Weltkrieg und die neueren Entwicklungen der Medizin – besonders im Bereich der Pharmazeutik – die Blüte des Verfahrens. Heute ist Thalasso wieder ein anerkanntes Verfahren zur Heilung und Linderung verschiedenster Krankheitsbilder.

Die Wirkstoffe aus dem Meer helfen bei asthmatischen und rheumatischen Beschwerden, Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte und Morbus Crohn, eine chronische Erkrankung des Darmes. Zudem können auch Beschwerden wie Stress, die „Volkskrankheit“ Rückenschmerz, chronische Magen-Darm-Krankheiten und Durchblutungsstörungen behandelt werden.
Eine Thalasso-Kur dauert meistens sieben Tage, in denen für die vorliegenden Beschwerden verschiedene Elemente der Therapie beim Patienten durchgeführt werden. Zu den Verfahren gehören Massagen, hydrotherapeutische Anwendungen, Algenpackungen, Aquagymnastik, Bäder, Elektrophysiotherapie, Schlickanwendungen, Jet- und Vichyduschen sowie Inhalationen.

Wer unter schweren Krankheiten wie Krebs leidet, Probleme mit dem Kreislauf oder dem Blutdruck hat oder unter Schilddrüsenüberfunktion leidet, sollte auf Thalasso verzichten. Das selbe gilt für Menschen, die gegen Iod allergisch reagieren und für Schwangere.