Biolifting, der Schönheitswahn und die Risiken

Wir leben in einer Zeit, in der Altern oft als Makel angesehen wird. Viele Menschen wollen nicht mit diesem „Makel“ leben und entscheiden sich für ästhetische Chirurgie.

Der Boom der Branche wird durch die Medien noch angeheizt, die vor allem den prominenten Schönheitswahn in Hollywood verfolgen und ihn oft nur scheinbar kritisieren und auch nur dann, wenn die Eingriffe nicht schöner machen, sondern „Fratzen“ herstellen. Sylvester Stallone ist nur ein Beispiel, ein trauriges und schockierendes dazu. Nicht zuletzt aus diesen abschreckenden Gründen werden – angeblich – neue Methoden kolportiert, die zudem – mit dem Attribut „Bio“ versehen – als besonders sanft erscheinen sollen. Eine von ihnen ist das so genannte Biolifting. Das klingt nach Schönheitsbehandlung, die auch noch Falten wegzaubert, es klingt schonend und vor allem klingt es innovativ. Das liegt an der hohen Popularität von biologischen Verfahren und Produkten, hat aber mit der Wirklichkeit wenig zu tun.

Neu ist die Methode der „Mesotherapie“, die sich eigentlich dahinter verbirgt, keineswegs, sie ist nur in Deutschland noch nicht allzu bekannt. In Frankreich beispielsweise ist sie seit 1950 in Medizinerkreisen so populär, dass sie sogar an Universitäten gelehrt wird.

Als medizinisches Verfahren hat sie durchaus ihren Sinn und natürlich kann sie auch ästhetisch so einiges leisten, der Begriff „Biolifting“ ist dabei jedoch so irreführend wie gefährlich, denn medizinische Eingriffe dürfen, auch wenn sie noch so klein sind, niemals auf die leichte Schulter genommen werden.