Die Sauna ist unter Wellness-Anhängern nicht nur wegen ihrer positiven Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden beliebt. Neben der Entspannung bietet sie gleichsam Aspekte, die sich positiv auf die Gesundheit des Körpers auswirken. Das wiederum fördert das Wohlbefinden noch stärker, denn – wie sagt man so schön – in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist!
Allgemein bewirken regelmäßige Saunagänge eine Stimulanz des Immunsystems. Man härtet sich ab und kann Krankheitserregern besser trotzen. Dieser Aspekt ist zum einen durch das Schwitzen an sich, als auch durch die Abwechslung zwischen Heiß und Kalt bedingt. Während des Schwitzens in der Kabine erhöht sich die Körpertemperatur derart, dass man von einem künstlich herbeigeführten Fieber sprechen kann. Durch die hohe Temperatur werden Keime abgetötet. Die Haut wird gut durchblutet, alte Haut wird, wie bei einem Peeling, aufgeweicht und erneuert, die Blutgefäße erweitern sich zudem stark. Dies wirkt sich äußerst positiv auf das Erscheinungsbild der Haut aus und reduziert Alterungsprozesse. Das Schwitzen kommt außerdem einer tiefgreifenden Reinigung gleich. Kühlt man den Körper dann plötzlich ab, ziehen sich die Poren wieder zusammen, die Muskeln entspannen sich wie bei einer Massage und der Kreislauf wird stimuliert. Der Effekt ist ähnlich wie bei den bekannten Wechselduschen. Darüber hinaus wird der Stoffwechsel angeheizt, der Blutdruck senkt sich und die Atmung wird verbessert. Als medizinische Therapie können Saunagänge bei Beeinträchtigungen rund um das vegetative Nervensystem angewendet werden.
Nicht empfehlenswert ist saunieren für Menschen mit Venenleiden, oberflächlichen Verletzungen der Haut wie zum Beispiel Entzündungen, Couperose und Infektions- sowie Herz-Kreislaufkrankheiten.
Viele Menschen ernähren sich, angesichts einer eher leichten körperlichen Belastung, figur- und kalorienbewusst. Dazu gehört meistens, dass man verstärkt auf den Fettgehalt bei Lebensmitteln achtet. Diese Erkenntnis machen sich die Nahrungsmittelkonzerne zu nutze: Sie bieten Produkte an, die mit Schlagwörtern wie “Wellness” oder “light” werben und die Verbraucher in eine Falle locken.
Fett ist ein Geschmacksträger, das ist im Grunde allgemein bekannt. Leider vergessen viele Menschen diesen Umstand oft. Ganz besonders, wenn Produkte mit emotional ansprechenden Argumenten wie beispielsweise “fettreduziert” ihren “Wellness-Faktor” anpreisen. Dieses so genannte “Wellness-Food” ist aber oft nur Nepp. Durch fehlendes Fett geht auch Geschmack verloren. Dies wiederum müssen die Hersteller durch einen hohen Zuckeranteil ausgleichen. Die Masche funktioniert auch deswegen so gut, weil Verbraucher oft nur auf die Nährwerte schauen und
nicht in die Zutatenliste. Steht dort Zucker an einer der ersten Stellen, kann man davon ausgehen, dass die eingesparten Kalorien auf der Fettseite durch den hohen Anteil an Kohlenhydraten wieder ausgeglichen werden. Ein gutes Beispiel sind die immer wieder gern angebotenen “Wellness-Joghurts”. Im Internet findet man unter dem Suchbegriff “Nährwerttabellen” eine unendliche Masse von Seiten, die diese zur Verfügung stellen. Ich habe mir einmal drei verschiedene Joghurtsorten eines bekannten Hersteller vorgenommen und deren Nährwertangaben verglichen.
Der Joghurt mit normalem Fettgehalt hat pro 100 Gramm folgende Werte:
Man kann davon ausgehen, dass die 18 Gramm unter dem Punkt “Kohlenhydrate” allein dem Zucker zuzuschreiben sind. Der Kaloriengehalt setzt sich also zum einen aus dem Fettgehalt und dem Anteil an Zucker zusammen.
Der “fettarme” Joghurt beinhaltet pro 100 Gramm:
Hier kann man schon deutlich den Unterschied zum “normalen” Joghurt sehen. Die Kalorienzahl vermindert sich deutlich, vor allem durch eine Einsparung an Kohlenhydraten. Der geringere Fettgehalt sorgt dafür, dass wir Fett sparen, aber der Geschmack nicht deutlich leidet und durch hohen Kohlenhydratanteil ausgeglichen werden müsste. Dies wird umso deutlicher, wenn man sich mal die Nährwerte des “Wellness-Produkts”, dem
Joghurt mit 0,1 Prozent Fett anschaut. Hier finden wir:
Der fast fettfreie Joghurt hat nicht nur einen deutlich höheren Energiewert, sondern muss das Fehlen des Geschmacksboten “Fett” durch einen Zuckeranteil ausgleichen, der dem im normalen Produkt gleichkommt. Hier kann man nicht von Wellness, sondern nur von Marketingstrategie sprechen. Ein Problem, das nicht nur den Ernährungssektor betrifft, denn der Begriff “Wellness” ist bekanntlich ungeschützt und hat oft nicht viel mit seiner ursprünglichen Bedeutung zu tun. Auch andere Lebensmittel wie Brotaufstriche, Käse und Wurst sollten vor dem Kauf einer genauen Kontrolle unterzogen werden. Es ist eben nicht alles Wellness, auch wenn es sich so schön liest und so scheinbar das Gewissen (und ganz bestimmt den Geldbeutel) erleichtert. Wer sich gesund ernähren möchte muss dafür nicht tief in die Tasche greifen. Richtiges Wellness-Food besticht oft durch seine Einfachheit! Dem Gesundheitsbewussten helfen eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Entspannung (auch mal in Form von Sauna, Massagen oder Tiefenentspannung wie beim Floating) und etwas Bewegung, zum Beispiel in Form von Walken, Joggen oder Pilates, um zum individuellen Wohlgefühl beizutragen.
Die Sauna erfreut sich auf dem Wellness-Sektor äußerst großer Beliebtheit. Wer es noch nie ausprobiert hat, sollte beim ersten Versuch die Grundregeln kennen. Es lohnt sich, denn der Wechsel zwischen Warm und Kalt ist gesund, da das Immunsystem gestärkt und die Haut besonders gut durchblutet wird.
Geschichte der Anwendung
Schon in der Steinzeit sollen vorwiegend asiatische Völker die Praxis angewendet haben. Danach führt die Spur zu den Inuit und auf den amerikanischen Kontinent. Von hier verbreitete sich das Wissen um die Technik nach Europa, hier besonders durch die slawischen Völker. Der Begriff selbst stammt aus der finnischen Sprache. “Sauna” heißt soviel wie “Schwitzbad”. In Deutschland wurde das Saunieren seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts immer populärer. Heute kommt kein Wellness-Hotel mehr ohne einen solchen Bereich aus.
Durchführung
Man unterteilt den Saunagang in drei Phasen. Die erste Phase ist die Vorbereitung auf die Schwitzkabine. Diese erfolgt durch eine ausgiebige Dusche. Man sollte darauf achten, Schaumreste sehr gut abzuspülen, um die Poren der Haut optimal auf das bevorstehende Schwitzen vorzubereiten. Danach erfolgt der eigentliche Saunagang. Schmuck jeder Art wird davor abgelegt. Er könnte sich erhitzen und zu Verletzungen führen. In der Kabine herrschen Temperaturen von mindestens 70 und höchstens 100 Grad Celsius. Da trockene und heiße Luft bekanntlich nach oben steigt, ist es auf den oberen Bänken auch um einiges wärmer. Als Anfänger ist es ratsam, sich zunächst im unteren Bereich aufzuhalten. Ein Badehandtuch dient dabei als hygienische Unterlage. Mittlerweile sind auch so genannte Sauna-Kilts erhältlich. Sie vereinen Handtuch und Umhang. Für Personen, die es eher unangenehm finden, völlig nackt neben fremden Menschen zu sitzen, eine gute Alternative.
Aufgüsse, denen auch ätherische Öle beigemischt sein können, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sorgen für vermehrtes Schwitzen. Ein Durchgang dauert in der Regel zehn Minuten. Die meisten Saunagänger führen zwei Durchläufe aus. Nach Ablauf der Zeit muss der Körper abgekühlt werden. Dies geschieht für Geübte im Tauchbecken. Weniger hartgesottene können dies unter der Dusche tun. Nachdem die Haut gründlich getrocknet wurde, heißt es nun: Ruhe. Man entspannt sich, in Decken oder Handtücher eingewickelt, am besten in einer liegenden Position.
Pilates, das “Wundermittel um Bauch, Beine und Po zu straffen und allgemein eine bessere Haltung zu bekommen.” So oder so ähnlich lese ich immer wieder davon. Obwohl ich eigentlich eine Sportniete bin, konnte ich heute im Elektronikfachmarkt meines Vertrauens nicht an der DVD-Abteilung vorbei gehen.
Mein Blick fiel auf die unterschiedlichen Angebote zu Pilates. Mit dem freudigen Gefühl, jetzt endlich mal in die Basics der Methode einzusteigen und etwas für mich zu tun, griff ich eine DVD heraus. Nicht unbedingt zufällig handelt es sich um die von Barbara Becker. Schon seit längerem beneide ich sie um ihren absolut perfekten Körper. Der Gedanke, nur annähernd so auszusehen, versetzt mich regelmäßig in teils euphorische, teils wehmütige Zustände. Nach dem Bezahlen fühlte ich mich schon so, als hätte ich das erste Workout hinter mir. Da soll noch einer sagen, Glück ist nicht käuflich! Zu hause angekommen zögerte ich noch kurz, etwas gedanklich durchzuspielen ist doch anders, als sich dann wirklich anzustrengen. Aber ich blieb tapfer und legte die DVD in den Player, so schwierig sahen die Übungen, die ich bis jetzt so gesehen habe nun auch wieder nicht aus. In Ermangelung einer richtigen Matte musste eine Decke herhalten, auf die ich mich setzte und gespannt den Ausführungen Frau Beckers und ihrer Trainerin lauschte.
Im Basistraining (Dauer etwa 45 Minuten) werden 24 Übungen vorgestellt, die sich für Einsteiger und Fortgeschrittene eignen sollen. Darüber hinaus kann man ein Kurztraining (Dauer ca. 20 Minuten) oder die einzelnen Übungen getrennt voneinander absolvieren. Da eines der wichtigen Dinge beim Erlernen von Pilates das Lokalisieren des so genannten “Powerhouse” ist, musste ich dieses nun, mithilfe der richtigen Haltung und Atmung (in die Brust) erstmal Suchen. Die Suche gestaltete sich schwieriger als erwartet und ich bin mir auch jetzt, nach dem ersten Training, noch nicht ganz sicher, ob das, was ich da gespürt habe, auch wirklich mein Powerhouse und nicht allein die ungewohnte Anstrengung der Bauchmuskeln war. Die zweite Übung sieht einfach aus, heißt “Rolling like a ball” und erfordert eine
Menge Konzentration. Beim hoch- und runterrollen dämmerte mir langsam, dass auch Pilates anstrengend ist. Tapfer befolgte ich die weiteren Übungen. Manche von ihnen sind einfacher, was aber nicht heißt, dass sie nicht kraftaufwendig sind. Bei einigen Übungen lernte ich meine körperlichen Grenzen einmal ganz persönlich kennen, wir sind jetzt sozusagen beim “Du”. Eine davon trägt den wunderbaren Namen “Side kick inner thigh lift”, also “Heben und Senken des unteren Beins”. Man liegt auf der Seite (bis hierhin noch akzeptabel) und stellt das oben liegende Bein vor das andere. Hört sich ersteinmal nicht schlimm an. Dann aber kommt der Haken: das unten liegende Bein wird nun auf- und abwärts gesenkt. Das richtige Atmen dabei nicht vergessen und die Bauchspannung halten. Ich fühlte mich wie ein menschlicher Knoten kurz vor dem Aufspringen. Das mit dem nach vorne gestellten Fuß muss ich wohl noch üben.
Testurteil: Nach einer Trainingseinheit konnte ich feststellen, dass wirklich alle Übungen einfach aussehen, dafür aber unglaublich kraftraubend sind (nicht umsonst wird Pilates auch oft “Power-Yoga” genannt!). Trotzdem bin ich nicht verschwitzt, muss nicht sofort unter die Dusche, wie nach dem Fitness-Studio und hechele nicht, wie nach einem Waldlauf oder einer Nordic-Walkin-Einlage. Ich muss mich nicht überwinden für das Training irgendwo hinzufahren und fühle mich danach frisch und sogar etwas entspannt. Ich glaube, ich habe Pilates für mich entdeckt. Frau Becker ermutigt mich weiter: Angeblich soll man, so der Erfinder der Methode, nach 10 Trainingseinheiten einen Effekt verspüren, nach 20 soll man ihn dann sogar schon sehen, nach 30 hat man eine Top-Körperhaltung und überhaupt einen ganz neuen, wunderschönen, athletischen Körper. Ich bin bereit und gelobe, mindestens zweimal pro Woche zu üben und in Zukunft auch mehr auf meine Ernährung zu achten. Denn die Erfahrung, dass meine Beweglichkeit, die Ausdauer und der Anmut mit Mitte 20 nicht mehr selbstverständlich einfach da sind, hat mich ehrgeizig gestimmt.
Der Begriff Wellness ist, wie hier schon einige Male festgestellt wurde, ein ungeschützter Begriff und hat seine eigentliche Bedeutung, nämlich die der Gesundheitsprävention durch einen angepassten Lebensstil, längst zugunsten einer passiven Einstellung zu dem Thema aufgeben müssen.
Wellness ist für die Allgemeinheit oft nicht mehr als Sauna, Solarium, Massage, Floating. Das entspricht aber keineswegs dem Grundgedanken der Wellness-Bewegung. Nun hört man immer öfter von “Medical Wellness” Angeboten, deren Inhalte keineswegs neu sind. Vielmehr wird in dieser Wellness-Form wieder der Ursprungsgedanke aufgegriffen, den der Pionier der Wellness-Bewegung, Dr. med. Halbert Dunn, in den 1950-er Jahren in den USA prägte.
Medical Wellness ist bezeichnend für eine Änderung verschiedener Verhaltensweisen, die sich negativ auf das allgemeine Wohlbefinden, vor allem aber auf die Gesundheit auswirken. Ziel ist es, durch fachliche Betreuung zu einer Lebensqualität zu finden, die körperliches und geistiges Wohlbefinden fördert, das in erster Linie von der körperlichen Gesundheit begünstigt wird.
Besonders chronisch Kranke können von den Behandlungen profitieren. Denn viele Krankheiten werden durch ungesunde Lebensweise begünstigt oder sogar verstärkt. Dazu gehören beispielsweise Beschwerden den Rücken betreffend, wie auch Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Stress, der häufige Krankheitsauslöser unserer Zeit, in der es scheinbar immer öfter nur noch um Leistung und Erfolg geht kann ebenso durch Medical Wellness behandelt werden.
Die Angebote beziehen sich dabei nicht auf spezifische Therapien, sondern nutzen die gesamte Palette der ganzheitlichen Gesundheitslehren (z.B. Ayurveda) und anderer Therapieansätze. Um potenzielle Anbieter von Betrug und fragwürdigen Angeboten abzuhalten, gibt es eine Liste von Forderungen an Einrichtungen, die sich mit dem Titel “Medical Wellness” auf dem Markt etablieren wollen. Urheber dieser Mindestanforderungen ist der Deutsche Wellness Verband, der als unabhängiger Ratgeber fungiert und versucht, den Wellness-Begriff so gut es gehtvor unseriösen Anbietern zu schützen. Erfüllt ein Hotel sämtliche Kriterien einwandfrei, so bekommt es ein Zertifikat von dem Verband. Somit können Kunden sicher sein, dass sie das bekommen, was ihnen im Katalog oder Internet versprochen wird.
Vor einiger Zeit berichtete ich über den “Australischen Schneebesen”, der mir auf meinen Wegen durch die Stadt immer wieder begegnete. Er verfolgt mich nach wie vor. Der Unterschied: er liegt jetzt nicht mehr in dem Apotheken-Schaufenster, in dem ich ihn einmal sah, sondern in meinem Schrank.
Ich hätte widerstehen können, hab schon gar nicht mehr an ihn gedacht. Nur ab und zu sah ich bei meinen Streifzügen durch diverse Geschenkboutiquen Varianten des Kopfmassierers. Dabei war auch eine aus Plastik. Ziemlich billig und dafür auch sehr nutzlos. Die Plastik-Ausführung stellte sich beim Selbstversuch im Laden eher als eine Art “Kopfhaut-Schreck” dar. Es fehlten die Gumminoppen am Ende der Streben. Eine schmerzhafte Erfahrung. Nach diesem Erlebnis vergaß ich den “Schneebesen” erst einmal. Es mussten Weihnachtvorbereitungen getroffen und das Silvesterfest organisiert werden. Gestern dann traf ich mich mit meiner besten Freundin zu einer verspäteten Bescherung. Einige Geschenke waren schon ausgepackt, als sie mir eine runde, in Papier verhüllte Rolle überreichte. Ich dachte mir nichts weiter dabei und öffnete das Paket. Zum Vorschein kam: der Massage-Schneebesen. Da war er also wieder, das kann kein Zufall sein! Natürlich probierte ich ihn gleich aus. Es war tatsächlich das kribbelnde Gefühl, von dem man in unterschiedlichen Produktbewertungen im Internet lesen kann. Nun ja, vielleicht nicht ganz so übertrieben intensiv, aber sehr angenehm und tatsächlich unglaublich entspannend. Nach einigen Auf- und Abbewegungen verliert sich das Kribbeln. Was bleibt ist angenehm aber nicht mehr spektakulär. Wenn man dann kurz stoppt und von Neuem beginnt, kommt es wieder. Herrlich! Auch sehr schön ist es, wenn man den Massierer einfach mal ein Paar Minuten auf dem Kopf belässt und ihn nicht bewegt. Sieht nur etwas eigentümlich aus, da der Griff sich dann optisch zur Antenne wandelt. Vielleicht eine tolle Verkleidung für den nächsten Fasching.
Fazit: Verschiedene Geschenk-Boutiquen bieten den Massage-Wunder-Schneebesen für einen deutlich geringeren Preis an, als Apotheken und Internet. Wenn man die Augen ein bisschen offen hält, kann man da ein ganz gutes Schnäppchen schlagen. Lohnend ist die Anschaffung auf jeden Fall, ob nun als Geschenk oder für den Selbstversuch.
Die neuesten Testergebnisse des RELAX-Guide sind veröffentlicht. And the winner is…
Unglaublich: zum siebenten Mal in Folge konnte das “Hotel zur Bleiche Resort & Spa” in Burg/ Spreewald abräumen. Mit der höchstmöglichen Bewertung von 20 Punkten und 4 Lilien steht es im RELAX-Guide 2008 an erster Stelle. Getestet wurden ganze 1283 Einrichtungen, die sich als “Wellness-Hotels” bezeichnen.
Wenn man sich den Internetauftritt des Gewinners anschaut bekommt man tatsächlich das Gefühl: besser geht es nicht. Da werden unzählige Behandlungen angeboten, von denen man am liebsten alle ausprobieren möchte. “WabiSabi©” beispielsweise ist eine Behandlungsform, von der ich noch nichts gehört habe und ich bin sicher nicht allein damit. Mag wohl auch daran liegen, dass es sich bei dem Begriff ursprünglich um ein altes japanisches Konzept von Ästhetik handelt, dass hierzulande nicht allzu intensiv zelebriert wird. Wer weiter liest findet Angebote für “Kosmosethik-Behandlungen”. Hier handelt es sich um eine ganzheitliche Pflegetechnik. Auch der Service kann sich wirklich sehen lassen. Von der professionellen Kinderbetreuung, über verschiedene Restaurants und kuschelig eingerichtete Zimmer findet man hier alles, was man für einen rundum gelungenen Wellness-Urlaub benötigt. Selbst Haustiere müssen nicht zu Hause gelassen werden. Nach vorheriger Absprache dürfen sie mit in den Urlaub, Hunde können sogar von “Hundesittern” beaufsichtigt werden. Aktive und Frischluftfanatiker, die nicht nur im Hotel bleiben möchte, können sich die Gegend anschauen und die Natur im Spreewald genießen. Wer da noch Wünsche hat, sollte vielleicht sein eigenes Hotel eröffnen.
Da wo Wellness draufsteht, ist oft kein Wellness drin. Diese Erfahrung musste schon so mancher machen, als er die, als “Luxus-Spa” angepriesene, Anlage eines Hotels betrat und ein miefiges kleines Planschbecken mit angehängter 2-Mann-Sauna vorfand. Wer das Abenteuer sucht, kann selbst verschiedene Wellnesshotels testen und darauf hoffen, dass sie halten, was die Katalogbeschreibung verspricht. Einfacher geht es, wenn man sich einfach auf das kritische Urteil professioneller Tester verlässt.
Professionell und kritisch-reflektiert testet seit 1999 der “RELAX-Guide”. Als Wellness-Hotelführer sehen sich die Gründer mit der Aufgabe konfrontiert, das Problem des ungeschützten Begriffs “Wellness” beizeiten am eigenen Leibe zu erfahren. Die Mitarbeiter testen die Anlagen auf Herz und Nieren. Lage, Sauberkeit, Freundlichkeit des Personals, Einrichtung der Zimmer und Dekoration des gesamten Hotels, Qualität der Küche und vieles mehr werden bewertet. Natürlich werden auch die Wellness-Bereiche selbst unter die Lupe genommen. Da Worte im Reisekatalog oft beschönigend wirken können, lassen sich hier echte Überraschungen erleben. Oft werden Massagen und Co. angepriesen, ganzheitliche Entspannung versprochen und nichts davon gehalten.
Besonders wichtig, auch wenn man bei der Buchung nicht sofort daran denkt: Die Kategorie “Locker und Easy” untersucht unter anderem, ob man entspannte und angenehme Zeiten vorfindet, zu denen man Frühstücken oder den Pool benutzen kann. Die Testergebnisse werden nach einem durchdachten System formuliert. Endergebnisse stehen dann im jährlich erscheinenden “RELAX-Guide”. Gute Hotels werden mit bis zu vier Lilien, das Bewertungssymbol für den Wohlfühlfaktor ausgezeichnet. Daneben bekommen die Anlagen Punkte. Besonders herausragende Hotels erhalten die höchste Bewertung von 4 Lilien und 20 Punkten. Ab einer Lilie rutschen die Einrichtungen in die Oberklasse der Wellnesshotels.
Mehr über das Bewertungssystem, alle anderen Test und Informationen über den Erwerb des “RELAX-Guide” gibt es auf der offiziellen Homepage. Für die erfolgreiche Planung des nächsten Entspannungstrips meiner Meinung nach ein Must-Have!
Musik kann aufwühlen, sie tröstet, sie versetzt den Körper manchmal in Euphorie. Musik kann vieles im Körper und in der Seele bewirken. Das was viele Menschen schon gespürt haben, wenn sie bei sanften Melodien zur Ruhe gekommen sind, ist sogar wissenschaftlich erwiesen: bestimmte Rhythmen entspannen!
Wie das möglich ist? Musik, die einem Takt von 60 Schlägen pro Minute folgt, bringt -wissenschaftlichen Studien zufolge – den Körper dazu, sich dem Takt der Musik anzupassen. Alle Körperfunktionen wie Blutdruck, Atmung, Herzschlag und auch der Stress-Level sind diesem Phänomen unterworfen. Durch die Beruhigung dieser Funktionen erfolgt eine Lockerung der Muskulatur. Die Folge: man entspannt sich.
In der Wissenschaft sind besonders die Klassiker des Barock für ihre meditative und entspannende Wirkung bekannt. Man kennt die Wirkung beispielsweise aus den sogenannten “Goldberg-Variationen”. Dieser Name geht auf den Cembalisten Goldberg zurück. Dieser spielte einer Anekdote zufolge einem, von Schlaflosigkeit geplagten, Grafen ein eigens für ihn komponiertes Stück Johann Sebastian Bachs vor. Die Musik verfehlte nicht ihre Wirkung: Graf Keyserling konnte wieder einschlafen. Die sogenannte “Bachstimme”, also den Sekundentakt in der Musik, griffen auch Komponisten wie Händel, Vivaldi und Corelli auf.
Aufgrund der beruhigenden Wirkung wird Musik sogar bei Operationen und chronischen Schmerzen eingesetzt. Wer unter Schlaflosigkeit, zuviel Stress oder Ängsten leidet, sollte sich also der Wirkung der “Goldberg-Variationen” oder der klassischen Musik im Allgemeinen bedienen. Darüber hinaus gibt es auch andere Highlights der Klassik, die je nach Wunsch, beim Start in den Tag, beim Einschlafen oder Lernen helfen. Wer im Internet gezielt sucht, wird problemlos fündig. Sogar fertige Sampler sind bereits erhältlich. Die kann man dann zum Beispiel einlegen und den Klängen aus der warmen Badewanne heraus lauschen. Ein garantiert entspannendes Abendprogramm!
Um Pilates zu verstehen und es zu erlernen sollte man einige Grundlagen und -begriffe kennen.
Das Training umfasst Übungen zum Kraftaufbau, zur Schulung der Atmung, die bewusst erfolgen sollte und ein ausgiebiges Stretching. Die verschiedenen Anforderungen bewirken eine ganzheitliche Entspannung und einen Aufbau der kleineren und schwächeren Muskelpartien. Die Haltung wird verbessert, Rücken- und Gelenkschmerzen werden durch die fließenden Bewegungen gelindert.
Das “Powerhouse”
Dieser Begriff wird für die Muskulatur der Körpermitte verwendet. Es handelt sich um die Stützmuskulatur, die die Wirbelsäule umgibt, sowie um die tiefe Rumpf- und Beckenbodenmuskulatur. Das “Powerhouse” zu kräftigen, ist Grundlage jeder Übung.Ganz nebenbei verbessert sich die Kondition und die Leistungsbereitschaft des Kreislaufs. Mit dem “Powerhouse” verknüpft ist der Grundgedanke der Zentrierung bei den Übungen.
Beim Training ist es wichtig, die Übungen fließend, ohne Unterbrechung und vor allem kontrolliert auszuführen. Die Kontrolle hilft bei der Stärkung der kleinen Muskelpartien. Sie ist verbunden mit einer erhöhten Konzentration auf die Bewegung und den eigenen Körper. Der Übende soll mental völlig im Training und bei sich sein. Dieser Aspekt verstärkt die Harmonie von Körper und Seele. Die Atmung in das Zwerchfell hinein, wie sie bei Pilates-Übungen trainiert wird, verbessert die Körperkontrolle und soll die Entspannung fördern. Gleichzeitig hilft dieser Vorgang, die Stellen des Körpers zu finden, die verspannt sind. Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass die Körperspannung zu Gunsten der Entspannung aufgehoben wird.
Das Video erklärt, wie man sein Powerhouse findet. Außerdem werden einige Übungen vorgeführt.