L-Carnitin: Ein Fatburner?

Ist L-Carnitin als Nahrungsergänzung tatsächlich so ein Fatburner und Fitnessturbo, wie die Industrie es uns immer weismachen will?

Wer ein paar überflüssige Pfunde auf den Rippen hat und diese möglichst schnell wieder loswerden möchte, gerät nicht selten in Versuchung, das Abnehmen mit Hilfe von vermeintlich Stoffwechsel ankurbelnden Nahrungsergänzungsmitteln zu beschleunigen. Und in der Tat sind die Versprechen, mit denen manche Supplements angeboten werden, dermaßen vollmundig, dass Abnehmwillige dem Kauf kaum widerstehen können.

Da wäre zum Beispiel das L-Carnitin. Setzt man sich vor dem Erwerb nicht näher mit dem Mittel auseinander, weiß man als Laie eigentlich gar nicht, wofür genau man sein Geld ausgibt. Letzten Endes springen dem schlecht informierten Käufer wahrscheinlich sowieso hauptsächlich die verheißungsvollen Werbeversprechen ins Auge, welche L-Carnitin als Fatburner oder Stoffwechsel-Aktivator anpreisen.

L-Carnitin: Funktion im Körper

Doch sobald man sich näher mit der vitaminähnlichen Substanz auseinander setzt, bröckelt ihr Charme als angeblicher Abnehmhelfer. Zwar fungiert L-Carnitin im menschlichen Körper tatsächlich als für den Energiestoffwechsel notwendiges Rezeptormolekül, dessen Aufgabe es ist, Fettsäuren in die Mitochondrien zu schleusen und somit dabei hilft, Fett in Energie umzusetzen. Doch macht die Zufuhr von L-Carnitin in Gestalt von Nahrungsergänzungsmitteln in der Regel wenig Sinn, da der Körper in der Lage ist, die Substanz selbst herzustellen und sie darüber hinaus auch aus der Nahrung ziehen kann.

Ein Fatburner?

Fälle, in denen ein L-Carnitin-Mangel vorliegt, sind relativ selten. L-Carnitin, als zusätzliches Supplement zugeführt, dürfte im Normalfall also kaum die Wirkung eines Fatburners haben. Nimmt man zu viel L-Carnitin auf, wird es nutzlos wieder ausgeschieden. Im Falle einer hohen Überdosierung kann es sogar zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen kommen.

Lediglich wenn ein L-Carnitin-Mangel nachgewiesen wird, kann es sinnvoll sein, die Substanz in Form eines Nahrungsergänzungsmittels zuzuführen.

Weitere interessante Informationen zu dem Thema sind zum Beispiel hier zu finden.

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