Agavensirup als Alternative zu Zucker

Zucker wird in vielen Haushalten leider immer noch als Nahrungsmittel angesehen und dementsprechend häufig konsumiert. Dass das nicht gesund ist und zudem dick macht, ist gerade vielen Eltern überhaupt nicht klar.

Und selbst wenn, man kann auch nicht ganz auf süße Dinge verzichten. Als Alternative gibt es dann noch den Honig, der ja im Gegensatz zum weißen Zucker ein Naturprodukt ist und darum noch immer als DIE Alternative genannt wird. Leider gibt es aber auch hier ein Problem: In der Kalorienbilanz liegen Zucker und Honig fast gleich auf, Honig bleibt aber in der Regel länger an den Zähnen haften (hat aber trotzdem den Vorteil, dass er viele unterschiedliche Aromen besitzt und außerdem noch medizinische Wirkungen hat!).

Als ich das vor einiger Zeit hörte war ist frustriert, denn  ganz ohne Süßungsmittel kann doch kein Mensch leben! Dann hörte ich von Agavensirup. Natürlich ist das jetzt auch nicht DAS ultimative Mittel, aber besser als Weißer Zucker, denn der ist im Prinzip nichts anderes als Saccharose und dabei handelt es sich um einfache Kohlenhydrate. Sie sind schnell verfügbar, treiben den Blutzuckerspiegel kurzzeitig enorm in die Höhe und lassen ihn ebenso schnell wieder in den Keller sausen. Außerdem werden die Bestandteile des Zuckers schon im Mund zu Säure. Es droht Karies. Im Unterschied dazu ist der Agavensirup ein relativ natürliches Produkt, dass nicht so stark industriell verändert wird, wie raffinierter Zucker. Außerdem ist er nicht so klebrig wie Honig und hat einen relativ dezenten Eigengeschmack. Das Beste aber ist: Seine Süßkraft ist um 20 % höher, als die des Haushaltszuckers! Man kann also Kalorien sparen und erzielt das gleiche Ergebnis mit einem viel natürlicheren Produkt. Darüber hinaus einmal folgende Nährwerte im Vergleich:

Agavensirup (100 g)

304 kcal (1247 kJ)
Kohlenhydrate: 76 g (davon ca. 70 g Fruchtzucker)

Zucker, weiß (100 g)
400 kcal (1680 kJ)
Kohlenhydrate: 100 g

(Quelle)

Natürlich macht bei Agavensirup und Co. auch die Dosis das Gift. Darum sollte man sich langfristig angewöhnen, auf Süßungsmittel so oft wie möglich zu verzichten. Das hat auch noch einen weiteren Vorteil, wie das Naturkostportal „Schroth und Korn“ weiß: „Wer regelmäßig Produkte mit einem hohen Anteil an Weißzucker konsumiert, dessen Geschmacksnerven stumpfen nämlich ab und verlangen hohe Dosen an Zucker. Produkte mit einer geringeren Süße normalisieren dagegen die Geschmacksempfindung.“ Und wer seinen Geschmacksknospen einfach beibringt, dass etwas auch ohne übertriebene Süße schmeckt (und das ist wirklich nur eine Sache der Gewohnheit!), muss sich seltener Gedanken über Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislaufkrankheiten machen.

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