Zen-Shiatsu: Massage mit hohem Suchtfaktor

Manchmal hat man das Gefühl, dass alles einem über den Kopf wächst. Man kann den alltäglichen Belastungen kaum standhalten und weiß nicht wie man hektische Phasen überstehen kann. Zumindest geht es mir oft so. Was man dann braucht ist eigentlich eine lange Auszeit, um zu regenerieren und neue Kräfte zu sammeln. Doch was, wenn man einfach keine zeitlichen Ressourcen für einen Urlaub hat? Mein Vorschlag: Zen-Shiatsu!

Zen-Shiatsu: Massage mit hohem Suchtfaktor

Blockaden lösen

Shiatsu ist eine Anwendung, die ihren Ursprung in Japan und China hat. Ziel ist es Blockaden zu lösen und Lebensenergie fließen zu lassen. Bei dieser Körpertherapie wird davon ausgegangen, dass wir alle 12 Meridiane haben. Diese leiten das Chi in unserem Körper weiter, also die Lebensenergie. Wenn man ausgelaugt oder verspannt ist, sind die Meridiane blockiert. Anders als bei klassischen Massagen, werden die Verspannungen beim Shiatsu jedoch nicht „wegmassiert“, sondern lediglich die eigenen Selbstheilungskräfte im Körper aktiviert. Auf diese Weise lösen sich Blockaden und viele verschiedene Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder auch Schlafstörungen werden gelindert.

Verlauf einer Shiatsu-Massage

Im Gegensatz zu herkömmlichen Massagen ist man bei der Shiatsu-Massage vollständig bekleidet. Am besten eignen sich Baumwollsocken und leichte Stoffe, die den ganzen Körper verhüllen. Ein wichtiger Faktor dieser Körpertherapie ist, dass man sich bei dem Therapeuten wohlfühlt. Ich habe mich dabei für Michelle Fiorucci aus Hamburg entschieden. Auf meinen Körper wurde an einigen Stellen Druck mit Ellenbogen, Daumen oder sogar Knien ausgeübt und ich wurde gedehnt. Was eher nach unbequemen Sportübungen klingt, hat sich als absolute Entspannung herausgestellt. Die 60 Minuten Shiatsu kamen mir vor wie ein kurzer Aufenthalt im Himmel und ich musste danach erst wieder zu mir kommen, da ich so tief versunken in der Entspannung war.

Hohes Suchtpotenzial

Wer keine Zeit für einen ausgiebigen Urlaub hat, sollte Shiatsu definitiv in Betracht ziehen. Der große Vorteil ist, dass es tatsächlich nachhaltig Blockaden löst, das Immunsystem stärkt und auch auf psychischer Ebene entspannt und für den Alltag wappnet. Der Nachteil ist jedoch, dass es absolut süchtig macht und man immer wieder in den Genuss dieser ausgleichenden Therapie kommen möchte.

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