Hot Stone Massage: Entspannung auch für zu Hause?

Hot Stone halten viele Menschen für die Königin aller Massagen. Da leider auch der Preis royal ist, konnte ich noch nie in den Genuss der heißen Basaltsteine kommen.

In der gestrigen Ausgabe der Sendung «Galileo» wurden verschiedene Wellness-Utensilien für zu Hause vorgestellt. Abgesehen davon, dass die Dinge dort als „Gadgets“ gepreist wurden und mein Verständnis von deutscher Sprache mit solchen Formulieren leicht kollidiert, hat mich der Beitrag wider Erwarten auch im positiven Sinne zum Staunen gebracht. Grund dafür war ein Hot Stone Massage Set für zu Hause. Kein Schnäppchen, ganz sicher nicht, aber wer auf die heißen Steine in Zukunft nicht mehr verzichten möchte und einen netten Partner hat, kann über die Anschaffung nachdenken. Billiger als regelmäßige professionelle Massagen ist es allemal, denn ein Komplettset bekommt man ab 150 Euro. Die luxuriösen Varianten kosten mitunter das Doppelte.


Doch die Sache hat leider nicht nur Vorteile.
Was fehlt ist die Fachkompetenz: Eine Massage kostet ja nicht nur wegen den eingesetzten Materialien, sondern wegen der Erfahrung, dem Wissen und der guten Ausbildung des Masseurs oder der Masseurin. Natürlich gibt es auch für dieses Problem mittlerweile „Lösungen“, wie Anleitungs-DVDs und Bücher. Was die taugen kann ich nicht beurteilen, Fakt ist jedoch, dass man von Hot Stone Anwendungen zu Hause nicht allzuviel erwarten sollte. Entspannung entsteht vielleicht, eine tatsächliche gesundheitliche Wirkung ist aber eher fraglich.

Wer keine 150 Euro übrig hat, kann auch eines der anderen „Gadgets“ von Galileo kaufen. Ganz besonders angepriesen wurde z.B. ein Gerät, das Schaum macht. Nicht für die nächste Schaumparty, sondern für die Badewanne. Die Testerin fand das Ding in einer fast peinlich-aufgesetzten Weise so toll, dass sie gar nicht mehr aufhören konnte (durfte), mit dem lustigen Schaum zu spielen. Hat Galileo da etwa mal wieder Werbeplatz in einer laufenden Sendung verkauft?