Zwei Wochen Pilates – die Zwischenbilanz

Über 14 Tage sind vergangen, seit ich mit Pilates begonnen habe. Es wird Zeit für eine erste Betrachtung der Ergebnisse. Denn wir erinnern uns an den ermutigenden Satz Joseph Pilates´: Nach zehn Trainingseinheiten bemerkt man einen Effekt, nach 20 sieht man ihn und nach 30 hat man eine völlig neuen Körper.

Ich habe fünfmal pro Woche trainiert. Dabei habe ich abwechselnd kurze und lange Einheiten absolviert. Die kurzen dauern etwa 20, die längeren etwa 45 Minuten. Die Grundlagen habe ich mittlerweile ganz gut erlernt. Mit der Atmung habe ich fast überhaupt keine Schwierigkeiten mehr, wenn man mal von der Bauchlage absieht. Das Powerhouse kann ich abrufen, muss mich aber bei einzelnen Übungen immer wieder darauf besinnen. Man vergisst es einfach zu leicht, wenn viele anstrengende Dinge zusammen ausgeführt werden müssen. Außerdem muss ich mich ab und zu mehr auf die „Kontrolle“ rückbesinnen, die bei steigender Belastung schnell in den Hintergrund treten kann.

Mein Vorsatz bei Trainingsbeginn war ja auch, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Voller Stolz kann ich sagen: ich bin ein Gemüsejunkie. Die Ernährungsberaterin auf der Grünen Woche konnte mich nur noch wenig verbessern. Die neue Disziplin wird immer wieder auf die Probe gestellt, besonders bei dem Überschuss an Schnellimbissen in Berlin, doch ein konzentrierter Blick auf den Bürgersteig kann Wunder wirken, wenn man zum Beispiel am „Großen M“ vorbeigeht. (Durch den Mund atmen hilft auch sehr gut, denn dann kann der Appetit nicht durch die verführerischen Düfte angeregt werden.)
Aber wieder zurück zum Pilates. Ich spüre tatsächlich etwas. Zum einen trainiert man mit den Übungen wunderbar das Körperbewusstsein. Es fällt mir nun viel eher auf, wenn ich ungesund stehe oder sitze. Das reduziert Rückenschmerzen und es fühlt sich an, als könnte ich mich größer machen, weil viele Muskeln beweglicher und gedehnter sind. Nach jedem Training bin ich entspannt. Das ist für mich immernoch ein Mysterium, denn die Übungen sind nicht leichter geworden. Bei einigen habe ich auch nur schleppende Fortschritte bemerkt, wieder andere machen eine deutlich erhöhte Bewegunsfähigkeit sichtbar. Insgesamt halte ich auch schon länger durch und schaffe mehr Wiederholungen, als zu Beginn des Trainings. Alles in allem also ein sehr positive Zwischenbilanz, die Lust auf mehr macht. Ich bin gespannt auf die Entwicklung in den nächsten Wochen.

Noch ein wichtiger Tipp für diejenigen, die auch mit dem Gedanken spielen, mit Pilates zu beginnen: Am Anfang, für die ersten Einheiten, kann man eine dicke Decke als Unterlage benutzen. Denn vor der Investition in eine gute Matte muss man ja ersteinmal feststellen, ob man das Training auch in Zukunft betreiben möchte. Spätestens ab der Entscheidung pro Pilates fällt aber die Anschaffung unbedingt an. Einige Übungen, besonders die, die zu Lasten der Wirbelsäule gehen, können sehr weh tun, wenn man nicht ausreichend durch eine gute Matte gepolstert ist. Meine hat etwas 20 Euro inklusive Versand gekostet. Wer erfahren möchte, von welchem Händler ich sie bezogen habe, der schicke eine Mail.

Hier noch ein Video, wie immer leider auf Englisch, aber dafür bei Youtube in fünf Teilen zu erhalten. Die Übungen sind denen, die ich regelmäßig mache, sehr ähnlich.

[youtube P1rVyf2kpho]