Wie viel Wasser braucht der Körper?

Beim schweißtreibenden Joggen, am hektischen Arbeitsplatz oder beim entspannenden Chillen – Wasser ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Griffbereit in Flaschen haben es viele Menschen für den gesunden Schluck zwischendurch dabei. Und sie tun gut daran, denn ihr Körper braucht diese Flüssigkeit zum Überleben. Durchschnittlich 43 Liter davon stecken in einem Erwachsenen. Dort hält sie – wie bei allen Menschen – unter anderem den Stoffwechsel am Laufen, bringt aufgenommene Nährstoffe an die richtigen Stellen oder reguliert die Körpertemperatur. Letzlich scheidet der Mensch mit dem Urin auch darin gebundene Schadstoffe aus.

Ohne Wasser wird’s schnell kritisch

Wasser ist also ein wichtiges Lebensmittel. Das Problem: Wie praktisch jeder andere Organismus verliert auch der Mensch jeden Tag etwas davon. Füllt er es nicht nach, dann wird es für ihn schon nach kurzer Zeit kritisch. Was mit Konzentrationsstörungen nach wenigen Stunden beginnt, kann später zu Nieren- und Kreislaufversagen führen. Nach drei bis vier Tagen ohne Wasseraufnahme droht der Tod durch Verdursten.

Kilogramm und Milliliter

Um zu leben, muss der menschliche Körper stetig seine Wasserreserven ausreichend auffüllen. Die Frage ist nur: Wie viel ist ausreichend? Die Antwort: Je nach individuellem Verbrauch zwischen 1,5 bis drei Liter. Bei hohen Außentemperaturen oder anstrengendem Sport ist davon mehr erforderlich als beim Arbeiten im Büro. Das ist allerdings nur eine Faustregel. Wer es genauer wissen möchte, kann sich nach einer Formel richten. Demnach muss dem menschlichen Körper pro Tag und Kilogramm Eigengewicht 30 bis 49 Milliliter Flüssigkeit zugeführt werden.

Trinkmenge bei Herzinsuffizienz: Weniger ist mehr!

Was für gesunde Menschen gilt, gilt nicht für die Trinkmenge bei Herzinsuffizienz. Sie sollten weniger Wasser als allgemein empfohlen zu sich nehmen. Die genaue Menge muss der behandelnde Arzt bestimmen. Als Richtwert lässt sich jedoch ein Liter täglich als Höchstmenge festhalten, bei schwerer Herzinsuffizienz besser weniger. Um ihren Wasserhaushalt im Blick zu behalten, sollten sich Betroffene täglich auf die Waage stellen. Legen sie innerhalb von ein zwei Tagen etwa ebenso viele Kilogramm zu, deutet das auf Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe hin. Dann ist ratsam, die Trinkmenge zu verringern.

Immer gut verteilen

Aber auch Menschen ohne Herzschwäche sollten auf Ihre Wasseraufnahme achten. Denn viel hilft nicht viel. Die tägliche Menge sozusagen mit einem Schluck zu trinken, hat keinen Sinn. Besser ist es, sie zu verteilen. Der Körper kann nämlich höchsten 0,2 Liter pro Viertelstunde verwerten. Und die Flüssigkeit sollte tatsächlich Wasser sein. Softdrinks beispielsweise enthalten oft zu viel Zucker. Auch Tee oder Kaffee sollten nur in Maßen genossen werden. Übrigens: Wenn sich der Durst meldet, ist der Wasserpegel im Körper bereits zu niedrig. Es sollte erst gar nicht zu diesem Alarmzeichen kommen.

Bild: Pixabay, water, 3387105, congerdesign

 

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