Wenn die Haut aus der Balance gerät

„Ich leide unter juckender Haut“ – was sich für viele Menschen banal anhören mag, stellt für Betroffene eine immense Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Laut einer Studie der Universität Münster leiden in Deutschland rund zwölf Prozent der Bevölkerung bis 30 Jahre und rund 20 Prozent der 61- bis 70-Jährigen an chronischem Juckreiz. Oft ist eine trockene, empfindliche Haut die Ursache: Mangelt es an Hautfetten und natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren, kann die sensible Hautbarriere aus dem Gleichgewicht geraten – es bilden sich trockene und schuppende Ekzeme. Bei ungeklärtem, anhaltendem Juckreiz sollten Betroffene einen Arzt zu Rate ziehen, denn neben Neurodermitis oder Schuppenflechte können auch chronische Krankheiten das Jucken verursachen.

Diese Tipps helfen dabei, den Juckreiz auch ohne Kratzen zu lindern:

– Kühler Schlafraum, weniger Juckreiz. Tagsüber gelingt die Ablenkung von Juckreizattacken leichter, nachts rauben sie Betroffenen den Schlaf. Gut dabei zu wissen: Wärme fördert den Juckreiz, daher sollte die Raumtemperatur 20 Grad Celsius nicht übersteigen, Schlafanzug und Bettdecke dürfen nicht zu sehr wärmen und sollten aus glatten, kühlenden Stoffen bestehen.

– Warm Duschen statt heiß Baden. Auf ein ausgiebiges Bad in heißem Wasser kann starker Juckreiz folgen, daher ist eine Badetemperatur von etwa 34 Grad zu bevorzugen. Die Badedauer sollte höchstens 15 Minuten betragen. Duschen mit lauwarmem Wasser ist bei empfindlicher, juckender Haut die bessere Alternative.

– Seife? Nein Danke! Zum Waschen am besten seifenfreie, pH-neutrale Produkte verwenden, die rückfettend wirken und frei sind von Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffen und Alkohol.

– Regelmäßige Pflege. Bei trockener, juckender Haut ist eine milde und rückfettende Feuchtigkeitspflege wie Optiderm das A und O. Das darin enthaltene Polidocanol betäubt den Juckreiz und kann ihn dadurch schnell lindern. Die Pflegestoffe Urea und Glycerin gleichen zudem den Feuchtigkeitsverlust der Haut aus und unterstützen die Regeneration der Hautbarriere.

– Umschläge lindern den Juckreiz. Feuchte oder kühlende Umschläge lindern starken Juckreiz. In akuten Phasen der Neurodermitis, wenn die Haut entzündet ist, nässt und juckt, können Umschläge mit dem synthetischen Gerbstoff Tamol, enthalten etwa in „Tannosynt flüssig“, helfen, den Juckreiz zu lindern und die Entzündung zu bekämpfen. Weitere Hilfe und Tipps gibt es unter www.neurodermitis.de.

Hautfreundliche Kleidung. Menschen mit irritierter Haut sollten weiche und luftdurchlässige Kleidung aus natürlichen, glatten Fasern wie Baumwolle oder Seide bevorzugen.(djd)

Foto: djd/Almirall Hermal GmbH