Wellness im Kannibalen-Badekessel

Ausflugsziele gibt es in Deutschland reichlich. Bei den Freizeitparks beispielsweise ähnelt allerdings einer oft dem anderen – und in den meisten Fällen sind die Parks nur auf die Unterhaltung von Kindern ausgelegt. Außergewöhnliche Attraktionen für Kinder und junggebliebene Erwachsene bietet dagegen die Kulturinsel Einsiedel in der Gemeinde Neißeaue, nördlich von Görlitz gelegen. Dort gibt es keine elektronischen Fahrgeschäfte, sondern phantasievolle Bauten, die künstlerisch aus Holz und Stein gestaltet wurden. Auf dem fünf Hektar großen Gelände gilt: Durchklettern, Erforschen und Ausprobieren. Mehr als 90 Baumhäuser und verschlungene Brückenkonstruktionen warten auf große und kleine Entdecker. Alle Informationen gibt es unter www.kulturinsel.de.

Völlig neues Spielgefühl

Grüngeringelter Abenteuerfreizeitpark mit märchenhaftem Zauberschloss. Foto: djd/Kulturinsel Einsiedel
Grüngeringelter Abenteuerfreizeitpark mit märchenhaftem Zauberschloss.
Foto: djd/Kulturinsel Einsiedel

Etwa 100.000 Besucher aus aller Welt bestaunen jährlich das Werk des Künstlers Jürgen Bergmann, der den „Grüngeringelten Abenteuerfreizeitpark” auf einem ehemaligen Waldbauernhof errichtete. Die possierliche Mühle, das Wikingerschiff, ein Zauberschloss mit Gruselkeller und die Entdeckung des über 1.000 Jahre verschollenen Volkes von Turi Sede stehen für eine traumhafte Welt. Selbst Senioren lieben die Sauna- und Wellnessanlage „Faulenzum“, in der vier große Kannibalen-Badekessel stehen. Auch das kulinarische Angebot auf der Kulturinsel ist originell: Ob „Shrimpsalabim Kokolorus“ oder „Gvetsch“ – Bratwurst und Pommes sucht man hier vergebens. Stattdessen können sich die Gäste an knisternden Feuern der Schänke leckere Spieße selbst zubereiten.

Übernachten im Baumhaushotel

Urig: Ein Fassbaumhaus lädt zum erholsamen Schlummern ein. Foto: djd/Kulturinsel Einsiedel
Urig: Ein Fassbaumhaus lädt zum erholsamen Schlummern ein.
Foto: djd/Kulturinsel Einsiedel

Wach werden kann man morgens in einer sogenannten Höhen-Schock-Dusche mit Freilufttrocknung. Und im „Krönum“ gibt es abends Tanz, Theater und Varieté bei Speis und Trank. Da ein Tag meist nicht ausreicht, um die Fantasiewelt zu erkunden, stehen auf der Kulturinsel kuriose Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung: Unterirdisch im urigen Erdhaus, ebenerdig im Tipi oder überirdisch hoch oben im ersten deutschen Baumhaushotel. (djd)

Foto oben: Im „Faulenzum“ kann man in einem sogenannten Kannibalen-Kessel baden.
Foto: djd/Kulturinsel Einsiedel