Warum sauer krank macht und nicht lustig

Sind Sie ständig abgeschlagen? Haben Kopfschmerzen oder Magenschmerzen? Und der Arzt findet einfach keine Ursache? Dann könnte es daran liegen, dass Ihr Körper übersäuert ist. In diesen Zustand gerät der Organismus, wenn das Säure-Basen-Verhältnis in Bindegewebe und Zellen aus dem Gleichgewicht gerät. Doch wie kommt es dazu? Und wie lässt sich eine Übersäuerung bekämpfen oder besser noch von vornherein vermeiden? Wir klären auf.

Das Maß der Dinge ist der pH-Wert mit seiner Skala von 0 bis 14. Er gibt Aufschluss darüber, wie sauer beziehungsweise basisch eine Flüssigkeit ist. 0 steht für extrem sauer, 14 für basisch. Auch in unserem Körper lassen sich pH-Werte messen. Der Magen zum Beispiel ist für gewöhnlich sehr sauer, da er Nahrung zersetzen muss. Ein neutrales Milieu, also um den Wert 7 herum, herrscht in den meisten anderen Organen vor. Ebenfalls im neutralen Bereich sollte sich der pH-Wert unseres Urins bewegen. Liegt er unter 7 ist das ein Anzeichen von Übersäuerung.

Übersäuerung im Selbsttest feststellen

Wer seinen Urin selbst überprüfen möchte, kann dies mit einem speziellen Teststreifen. Diesen einfach eine Minute lang in den Urin tauchen. Anschließend lässt sich anhand der Färbung der pH-Wert auf einer Farbskala ablesen. Morgens und abends ist unser Urin normalerweise etwas sauer, zwischen elf und 16 Uhr aber sollte sein pH-Wert im neutralen Bereich liegen. Da die Werte schwanken, misst man am besten über mehrere Tage hinweg. Am Ende gibt der Mittelwert Aufschluss, ob der Organismus übersäuert ist, mehr erfahren Sie hier.

Haben Sie eine Übersäuerung festgestellt oder nehmen sie als wahrscheinlich an, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Lebensbedrohlich ist dieser Zustand nicht. Das gilt aber für die akute Übersäuerung, die Azidose. Hier fällt der pH-Wert des Blutes als Folge von Stoffwechselstörungen oder Atemproblemen plötzlich ab.

Säure-Basen-Haushalt gerät schleichend aus dem Gleichgewicht

Die chronische Übersäuerung jedoch schleicht sich langsam in den Körper ein. Sie macht sich zwar frühzeitig bemerkbar, jedoch durch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit. Es handelt es sich um Beschwerden, die nicht sofort auf eine Übersäuerung rückschließen lassen.

Nach Schätzungen der Alternativmediziner leiden etwa 90 Prozent der Bevölkerung an übersäuerten Zellen. Gerät der Säure-Basen-Haushalt weiter aus dem Gleichgewicht, können Gelenkschmerzen und Infektanfälligkeit die Folge sein. Alternativmediziner sind außerdem überzeugt, dass Übersäuerung ernste Krankheiten wie Krebs oder Schlaganfälle mitbedingt.

Basenfasten-Kur und Basenpulver helfen gut gegen Übersäuerung

Doch wie lässt sich eine Übersäuerung vermeiden? Am besten gelingt das über eine basische Ernährung. Diese besteht zu 80 Prozent aus Gemüse und Obst. Lebensmittel, durch die der Körper Säure bildet, dürfen zu 20 Prozent Teil des Ernährungsplans sein. Dazu zählen Milchprodukte, Eier, Fleisch und Wurst, aber auch Vollkornprodukte, Honig oder Nüsse.

Keine Frage, wer sich basisch ernähren möchte, braucht Disziplin. Manchmal reicht es aber sogar schon, ein oder zwei Tage pro Woche hauptsächlich basisch zu essen. Besonders gute Effekte lassen sich mit einer ein- bis zweiwöchigen Basenfastenkur erreichen, die man einfach mehrere Male im Jahr einlegt. Wie oft, hängt vom eigenen Empfinden ab. Wer zusätzlich Basenpulver einnimmt, bringt den Säure-Basen-Haushalt seines Körpers noch schneller wieder in die richtige Balance.

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