Vom Kratzer zum Pflaster

Bei Kindern geschieht es öfters, aber Erwachsene sind keineswegs gefeit davor: Schnitt-, Schürf- oder Kratzwunden lauern hinter jeder Ecke. Zwar sollte die Wunde dann rasch versorgt werden, aber wichtiger noch ist die fachgerechte Behandlung, damit es nicht zur Infektion kommt. Gerade in der Weihnachtszeit entsteht manchmal eine Extraportion Hektik, bei der dieser simple Grundsatz schnell ignoriert wird.

Am besten wäre es, die offene Wunde nicht direkt zu berühren, um die Infektionsgefahr zu minimieren. "Die Wunde wird gereinigt, desinfiziert und geschützt. Schmutzpartikel wie Steinchen oder Splitter sollten zunächst unter lauwarmem Wasser abgespült werden. So können oberflächliche Anhaftungen entfernt werden", empfiehlt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. "Wenn etwas tiefer in der Wunde steckt, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, der den Fremdkörper dann herausholt. Die Wunde kann mit einem Desinfektionsspray versorgt werden. Danach kommen Pflaster oder bei größeren Wunden auch eine sterile Wundauflage und eine elastische Mullbinde als Verband zum Einsatz."

Wund- und Heilsalben sollten laut dem Experten nur sparsam eingesetzt werden. "Umgangssprachlich gesprochen, soll die Wunde atmen können. Eine ruhige Wunde, die nicht pocht, nässt oder schmerzt, heilt unter einem Pflaster oder Verband besser." Bevor es doch zu einer Infektion kommt, sollte regelmäßig auch der Impfschutz gegen Tetanus überprüft werden.

Fotocredits: ulleo / Pixabay.com / CC0
Quelle: GLP mp

(dpa)

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