Wie schon bei den vorherigen Übungen erwähnt kann auch der Rücken von verschiedenen Yogarichtungen profitieren. Aber auch die einfacheren Übungen aus den Asanas helfen bei Rückenschmerzen, deshalb stelle ich jetzt das Trikonasana vor.
Den Baum und andere Übungen wie den halben Mond hat Nicole ja bereits vorgestellt, nun geht es an die Trikonasana.
Das Dreieck wird aus der Tadasana (Bergstellung) ausgeführt. Dazu stellt man sich aufrecht hin und legt die Handflächen an die Oberschenkel. Rücken und Kopf sind dabei gerade, man behält die Körperspannung bei und achtet auf seine Atmung.
Von dieser Position aus macht man einen Schritt zur Seite, dabei mehr als hüftbreit stehen. Der rechte Arm bleibt am Oberschenkel liegen, der linke wird beim Einatmen in die Luft gestreckt, dabei bleibt die Handfläche flach und zeigt nach oben.
Beim Ausatmen geht der linke Arm nach rechts, der rechte Arm gleitet am Bein entlang Richtung Fuß. Bei dieser Übung ist es extrem wichtig, nicht ins Hohlkreuz oder nach vorne zu fallen, man sollte die Körperspannung nicht nur im Rücken sondern besonders auch im Bein- und Pobereich halten. Der Oberkörper knickt sozusagen seitlich über die Hüfte. Auch wenn es auf die andere Seite geht.
Die langsam sollte sehr langsam und konzentriert durchgeführt werden, dabei stets auf die Atmung achten.
Durch diese Übung dehnt man die seitlichen Rückenmuskelpartien und lockert gleichzeitig die Schultern und den Nacken. Auch der Lendenwirbelbereich wird so trainiert. Dreht man das Gesicht noch in Richtung decke, wird zudem die Nackenmuskulatur gelockert.
Eine Variation der Trikonasana ist das Drehdreieck oder das vorwärtsbeugende Dreieck.
Unter den bekannten Yogaformen ist das Hatha Yoga die verbreitetste in Europa. Sie bewirkt kontinuierlichen Muskelaufbau durch die Verbindung von Atemtechnik und Körperhaltung mit einer abschließenden Tiefenentspannung.
Die drei Hauptbestandteile sind die sogenannten Körperhaltungen (Asanas), die Atemtechnik (Pranayama), die den Fluss der Lebensenergie (Prana) begünstigen. Durch die Asanas werden Verspannungen im ganzen Körper gelöst und durch Übungen vermieden oder zumindest verbessert.
Die erlernten Asanas werden jeweils für einige Zeit gehalten, was sehr anstrengend werden kann für Anfänger, da die Körperspannung beibehalten werden muss. Unterstützend wirkt hierbei die Pranayama, die den Übungen zuarbeitet. Auch diese Technik muss zunächst erlernt werden, stellt sich aber später fast automatisch ein.
Eigentlich wurde das Hatha Yoga als Unterstützungslehre zu anderen Yogalehren, wie dem Raja Yoga eingeführt, es erfreute sich aber schnell so großer Beliebtheit, dass es eigenständig doziert wurde. Innerhalb des Hatha Yoga gibt es verschiedene Richtungen, die unterschiedliche Schwerpunkte auf Reinigung von Körper und Geist, Übungen undTechniken setzen, so etwa das Ashtanga Yoga von Patanjali. Die Gewichtung der einzelnen Bestandteile variiert je nach Schule.
In der esoterisch-mystischen Tradition spielen neben denen Pranayama auch die Energiezentren (Chakras), die durch die Energiekanäle (Nadis) mit dem Kundalini (kosmische Energie im Individuum) und dem Prana (der Lebensenergie) verbunden sind. Die Übungen des Hatha Yoga, sollen den aufbau eines Astralkörpers ermöglichen.
Nachweisbar ist, dass durch regelmäßige Yogaübungen die Stressresistenz steigt und Gedanken klarer gefasst werden können. Körperliche Entspannung und seelische Ausgeglichenheit sind zwei der häufigsten positiven Auswirkungen des Hatha Yoga.
Ashtanga-Yoga ist eine athletisch-dynamische Yogaform. Kennzeichnend für das Ashtanga-Yoga sind fliessende Bewegungen. Ziel der anspruchvollen Yoga-Form ist es Kraft, Flexibilität und Energie im Körper zu aktivieren und freizusetzen. Astanga heißt wörtlich acht Stufen/Glieder.
Sie werden vom Yogameister Patanjali als Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Phratyahara, Dharana, Dhyana, und Samadhi erklärt, wobei jedes Glied sich gegenseitig bei der Meditation unterstützt.
Der Atem und die Bewegung müssen in festgelegten Folgen, den Asanas, synchronisiert werden. Das Wiederholen der Ashtanga Yoga-Sequenzen kann einen Zustand der Meditation, Ruhe und totalen Ausgeglichenheit bewirken. Während der Übung entsteht eine reinigende, innere Hitze, die die im Körper gelagerten Gifte mit dem Schweiß aus den Muskeln und Organen schwemmt. weiterlesen »
Der Kopfstand ist eine sehr anspruchsvolle Yogaübung, die am besten erst dann praktiziert werden sollte, wenn der Übende schon einige Yoga-Praxis mitbringt.
Ich selbst mache ja nun schon ein etwas länger Yoga. Ob ich mich an den Kopfstand heran trauen würde? Nein, eher nicht, denn nicht nur die Länge der Praxis, sondern auch die Regelmäßigkeit zählt. Wer Shirshasana , wie die Übung in Sanskrit heißt macht, hat davon natürlich auch etwas: Die Wirkung der Asana konzentriert sich vor allem auf das Gehirn, dass natürlich zwangsläufig besser durchblutet wird, wenn man auf dem Kopf steht. Gleichzeitig wird das Herz entlastet und Verspannungen im gesamten Körper, vor allem aber im Rücken, lösen sich. Die Übung soll außerdem vorbei Krampfadern helfen.
Wie man in die Position kommt, beschreibt diese Seite sehr gut in Form einer Schritt-für-Schritt-Fotoanleitung. Demnach sollte man aus der Stellung des Kindes heraus beginnen und sich dann stückweise in die gewünschte Position einfühlen. Dabei ist wie immer auch die richtige Atmung wichtig. Gerade bei sehr schwierigen Asanas muss man sehr sensibel auf Signale des Körpers reagieren. Wer Probleme in der Halswirbelsäule hat sollte zudem vorher einen Arzt konsultieren. Auch Menschen mit Augen-, Herz- und Blutdruckproblemen sollten vorsichtig sein und die Übung vorher mit ihrem Arzt besprechen.
Viele Yoga Richtungen werden mit Meistern verbunden, die größtenteils für die Fortführung und teilweise auch Weiterentwicklung der Disziplin stehen und ihre Erfahrungen an Schüler weitervermitteln.
Die meisten Yoga Schulen bzw. Richtungen sind außerdem sehr alt. Es entwickeln sich jedoch auch hin und wieder neuere Disziplinen, zu denen auch Bikram Yoga gehört, das sich aus dem Hatha Yoga ableitet. Erfinder dieser Methode ist Bikram Choudhury, der 1946 in Kalkutta das Licht der Welt erblickte.
Er begann im Alter von vier Jahren mit Yoga, das liest man zumindest auf seiner Homepage. Angeblich soll er später als Schüler des bekannten Yogameisters Bishnu Ghosh in dessen Schule täglich bis zu sechs Stunden trainiert haben. Bisher wusste ich nicht, dass Yoga auch mit einer Art Leistungssport verbunden werden kann: Der junge Bikram schien es aber als so etwas auszuüben, denn mit 13 Jahren gewann er den “National India Yoga Championship” und behielt den Titel über drei Jahre. Scheinbar trainierte der ambitionierte Yogi auch mit Gewichten, denn im Alter von 17 zog er sich eine Knieverletzung zu. Ärzte prophezeiten ihm daraufhin weiterlesen »
Es gibt sehr viele verschiedene Yoga Richtungen. Herauszufinden, welche Form den eigenen Vorstellungen und Anforderungen genügt, kann also etwas dauern.
Um nicht alles durchprobieren zu müssen gibt es die Möglichkeit, durch mehr oder weniger vertrauenswürdige Tests herauszufinden, welcher “Yoga Typ” man ist. Meine Blogger-Kollegin Christiane hat vor kurzem in ihrem Wellness-Blog von einem solchen “Persönlichkeitstest” berichtet, den ich selber auch durchgeführt habe. Meine Ergebnisse stimmen mit dem überein, was ich tatsächlich schon ausprobiert habe (Bikram Yoga) bzw. wo ich “hängen geblieben” (Ashtanga bzw. Vinyasa Yoga) bin. Beide Richtungen sind eher auf Körperbeherrschung ausgerichtet, lassen aber die mentale Ebene nicht außen vor. Es ist für mich persönlich die richtige Mischung.
Den Link zum Test, hat Christiane im Blog des Yogalehrers Bernd Franzen gefunden. Dieser schreibt über Themen wie Yoga und Entspannung im Alltag, was wirklich lesenswert ist.
Welche Möglichkeiten gibt es noch, um die richtige Yoga Richtung für sich selbst zu finden? weiterlesen »
Marjaryasana ist eine sehr gute Übung für den Rücken und die Organe im Bauchraum.
Die Übung ist auch als “Katze” bekannt (Sanskrit: “marjari” für Katze) und sehr einfach auszuführen. Die Ausgangspose ist der weiterlesen »
Surya Bhedana Pranayama – Das ist im Yoga die “Wechselseitige Nasenatmung”. Hier erfahren Sie, was diese Übung in der Vorweihnachtszeit für Sie tun kann.
Stress, Hektik, Vorweihnachtszeit – Drei Begriffe, die leider viel zu oft wunderbar zusammenpassen. Gerade in dieser Zeit eignet sich Yoga, um sich selbst regelmäßig einige Zeit der Ruhe zu schenken.
Eine gute Übung zur Entspannung ist die Wechselseitige Nasenatmung.
Sie wirkt bei Schlafproblemen, lindert Kopfschmerzen, kann Angstzuständen und Depressionen entgegenwirken und führt zu mehr Gelassenheit.
So geht´s:
Man sitzt im Schneider- oder Lotussitz, aufrecht und bequem. Das Gesäß ist vollständige mit dem Boden verankert. Mit dem Daumen der rechten Hand hält man das rechte Nasenloch zu. Zeige- und Mittelfinger ruhen auf der Nasenwurzel. Dann ausatmen und wieder einatmen. Beim nächsten Ausatmen wird der Daumen gelockert. Nun hält der bisher noch unbeschäftigte kleine Finger das linke Nasenloch zu. Diesen Ablauf kann man einige Male immer abwechselnd durchführen. Wichtig ist dabei, den Atmen so ruhig und langsam wie möglich fließen zu lassen. Gedanken und Bewertungen sollten gleich wieder weggeschoben werden.
Wer in hektischen Zeiten vor allem Gelassenheit braucht, sollte es auch einmal mit Bach-Blüten probieren.
Literaturhinweis: Ulla Thomsen: Richtige Atmung und Entspannung durch Yoga, München 1989.
Die Yogapraxis ist immer wieder für Überraschungen gut. Neben den körperlichen Langzeitwirkungen die durch Yoga bei regelmäßiger Übung in kurzer Zeit einstellen, scheint es auch bei akuten Beschwerden wirksam zu sein.
Letzte Woche kündigte sich ein Infekt bei mir an: Ein trockener Mund, plötzliche Schluckbeschwerden und dann ist sie da, die Erkältung. Noch bevor einem überhaupt bewusst wird, was da gerade im Körper rumort, ist der Infekt auch schon akut. Ich war dann am nächsten Tag auch erst einmal ausgeschaltet und legte eine Zwangspause ein, die ich aber am folgenden Tag beenden musste. Ich machte trotzdem nur die notwendigsten Schritte in die Außenwelt. Einen Tag später plagte mich aber das schlechte Gewissen, denn ich hatte es schon in Zeit zuvor nur ein oder zweimal die Woche zum Yoga geschafft und so kämpfte ich mit mir, packte schließlich meine Sachen und ging in die Vinyasa Klasse. 75 Minuten Sonnengruß, Kriegerstellungen und Stretching standen mir bevor und es passierte, was ich im Leben nicht für möglich gehalten hätte:
Im Laufe der Stunde lösten sich meine Symptome in Luft auf. Ich kam gebückt und ging, vor Kraft strotzend, in die Umkleide zurück, gerade so, als wäre nichts gewesen. Die Trainerin schien diesen Effekt schon an sich selbst beobachtet zu haben, sie war über meine plötzliche Genesung nicht erstaunt. Beim nächsten Infekt, der hoffentlich in weiter Ferne liegt, wird mein erster Gang ganz sicher nicht zur Apotheke führen.
Und weil gegen Erkältungen auch immer eine Hühnersuppe dazugehört, gibt es bald das Rezept für meine Lieblingshühnersuppe. Die ist nicht nur ein Essen für Kranke, sondern ein Wohlfühlgericht mit lauter guten Zutaten.
Symbolträchtige Bezeichnungen der Asanas im Yoga helfen dem Praktizierenden oft bei der Durchführung derselbigen.
Bhujangasana, die Kobra, gehört zu diesen bildhaften Übungen. Mit der Beschreibung dieser Asana möchte ich die, im Sommer begonnene Serie, Yogaübungen gegen Rückenschmerzen wieder aufnehmen und fortführen. Die Kobra ist eine Rückbeuge und u.a. Teil des Sonnengebets. Durch die starke Streckung der Rückenmuskulatur bewirkt sie zum einen, dass die Durchblutung des Gewebes gefördert und die Flexibilität der Wirbelsäule erhöht wird. Doch die Kobra kann noch mehr für die Rückengesundheit tun. Es scheint zwar für den Ungeübten, als würden die Arme die ganze Last tragen, in Wirklichkeit erfolgt die Streckung jedoch aus der unteren Wirbelsäule heraus. Die ungewohnte Belastung sorgt dafür, dass an dieser Stelle besonders viele Muskeln aufgebaut werden können, die Haltungsfehlern und Verspannungen entgegenwirken. Das Stützkorsett des Körpers wird perfektioniert. Darüber hinaus wirkt die Kobra regulierend auf den weiterlesen »