Schon seit längerem üben die Smoothies im Kühlregal einen gewissen Reiz auf mich aus. Bislang bin ich ihrem Charme aber noch nicht erlegen, denn stets frage ich mich: Lohnen sich die Dinger überhaupt? Sollte ich mir nicht lieber gleich frisches Obst kaufen?
Zu einer gesunden Ernährung für ein gutes Wohlbefinden gehören auch mehrere Portionen Obst pro Tag (weitere Informationen dazu gibt es beispielsweise hier). Leider zähle ich persönlich eher zu den Obstmuffeln, d.h. wenn es hoch kommt, greife ich hin und wieder zu einer Banane oder einer Handvoll Trauben. Und damit hat es sich dann aber auch erst einmal.
Da mir mein etwas karger Fruchtkonsum selbst nicht ganz behagt, horchte ich damals natürlich auf, als es plötzlich fertige Smoothies (vom englischen “smooth”, was “weich” oder auch “gleichmäßig” heißt) aus dem Kühlregal gab. In diesen Drinks befindet sich, soweit ich weiß, neben dem Saft von Früchten auch deren püriertes Mark. Nur die Schale und eventuelle Kerne bleiben draußen. weiterlesen »
Maschinen die entspannen. Kann das wirklich funktionieren oder wird Wellness-Fans so nur das Geld aus der Tasche gezogen?
Diese Frage stellen sich wohl viele Menschen. Die Welt hat darum einmal fünf solcher Entspannungsmaschinen getestest. Auf die Probe gestellt wurden:
Als Experte kommt Lutz Hertel zu Wort, der Vorsitzender des Deutschen Wellness Verbandes ist. Dieser hält von den meisten Geräten wenig. So ist das Chi-Gerät mit entschlackender Wirkung im Design billig und verspricht mehr, als es hält. Auch die Farblichtlampe besteht den Test nicht ohne Kratzer, da die Wirkung für farbiges Licht bisher nicht abschließend belegt ist. Ich muss allerdings sagen, das ich an die Kraft der Farben glaube. Selbst Goethe fand dschon heraus, dass sich Farben durchaus auf das Gemüt auswirken können.
Besonders interessant finde ich den Lichtwecker: Wer im Dunkeln aufstehen muss kennt das Problem, dass der Körper eigentlich noch gar nicht bereit zum Aufstehen ist. Der Lichtwecker trickst den Körper aus und weiterlesen »
“Unsere Wellness Partys bieten Entspannung pur!” Damit werben diverse Internetseiten, die Entspannungspartys verkaufen. Aber wer braucht sowas?
Ich kann mir vorstellen, wer so etwas benötigt: Die Verkäufer selbst, ansonsten finde ich die Idee, Wellness an die Frau oder den Mann zu bringen, indem das alte “Tupperparty-Konzept” aufgewärmt wird, nicht besonders entspannend, sondern einfach nur besonders unnütz. Wer möchte sich bitte inmitten seiner “besten Freunde und Bekannten” der Entspannung hingeben? Ich dachte immer, Entspannung hätte auch etwas mit Ruhe zu tun, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen. Derartige Partys handeln Wohlbefinden mal wieder nur als Produkt, mit dem die vermeintliche Goldgrube “Wellness-Markt” noch weiter geplündert werden soll.
Wer Spaß daran hat, sich die neuesten Cremes und Duftöle inmitten seines Bekanntenkreises auf die Problemzonen zu schmieren, der solle sich bitte von meiner Meinung nicht abhalten lassen und ganz schnell eine nette Wellness-Party-Veranstalterin zu sich nach Hause einladen. Doch diejenigen, die sich wirklich vom Alltagsstress entspannen möchten und Wellness nicht nur als isoliertes Produkt sehen, sondern ganzheitliches Wohlbefinden bevorzugen, lassen bitte die Tür zu, wenn die Wellnessberaterin zweimal klingelt. ![]()
Aura Soma bedeutet soviel wie “Lufthauchkörper”. Der Begriff stammt aus dem griechischen und bezeichnet die wohl populärste Heilungsart des umstrittenen Aura-Healing.
Gleichzeitig ist “Aura Soma” eine eingetragene Marke, die besonders in der esoterischen Szene bekannt ist und nicht nur die passenden Öle für die “Therapie”, sondern auch kosmetische Produkte und Bücher vertreibt.
Erfunden wurde das Verfahren von Vicky Wall (1918-1991), einer blinden Engländerin, die sich nach eigenen Angaben von einer höheren Macht zur spirituellen Weiterentwicklung ihrer eigentlich kosmetischen Präparate berufen fühlte. Nach ihrem Tot übernahmen zwei ihrer Mitarbeiter die Vermarktung.
Doch worum geht es denn nun eigentlich? weiterlesen »
Aura-Healing, das vor kurzem hier vorgestellt wurde, verspricht einen “Allround-Schutz” durch Auflegen der Hände an den Chakren.
Chakren sind die Energiepunkte im Körper, deren Existenz genauso strittig ist wie die der Aura. Das Ziel dieser Technik ist, kosmische Energie durch den Heiler in den “Patienten” strömen zu lassen. Darüber hinaus werden auch Bach-Blüten zur Therapie eingesetzt. Eine weitere Praktik ist die Massage der Chakren, eventuell unter Zuhilfenahme von Kristallen und Steinen.
Der Begriff “Chakra” stammt ursprünglich aus dem Sanskrit und bezeichnet die Energiezentren des Körpers. Der Glaube an Chakren findet sich auch in der Chinesischen Medizin, im Yoga und in den Religionen Hinduismus und Buddhismus. Anders als beim Aura-Healing weiterlesen »
Den Körper umgibt eine Energie magnetischen Ursprungs, die eine Art Hülle bildet und mit einer Schutzfunktion versehen ist. Diese Annahme findet man bei Befürwortern des Aura-Healing, die sich vor allem in spirituellen Kreisen tummeln.
Es handelt sich dabei in erster Linie um eine bestimmte, sehr theoretische sowie esoterische Auffassung von Leben und Welt und den Vorgängen in ihnen. Dass es sich um eine nicht belegte Theorie handelt, hindert einige “Gläubige” jedoch keineswegs daran, ihre “Fähigkeiten” als Dienstleistungen auf dem Wellnessmarkt zu verkaufen.
Dem “Kunden” begegnet diese spirituelle Auffassung dann in Form des “Aura-Healing”. Aura, das ist weiterlesen »
Im Dunstkreis westlicher Esoterik bilden sich hin und wieder die eigentümlichsten Ansätze heraus. Einer davon ist die Klangmassage.
Für diese Technik benötigt man neben sehr viel Überzeugung darüber, dass so etwas wie Chakras, Meridiane und Energieflüsse im Körper existieren natürlich eine Klangschale. Ich will denjenigen, die daran glauben, in keiner Weise auf die Füße treten, kann jedoch auch nicht verschweigen, was es mit diesen Bronzeschalen auf sich hat. Es ist folgendermaßen: weiterlesen »
Gesund leben, das geht auch ohne Nahrungsergänzungsmittel. Das wissen wir spätestens seit wir lernten, dass der Verkaufsschlager Kieselerde auch nichts weiter ist, als Sand mit viel unnützem und teilweise sogar dauerhaft schädlichem Extra.
Nun lese ich durch Zufall einen Bericht über eine Studie von ÖKO-Test, bei der kurz gesagt folgendes festgestellt wurde: Gesund leben, das geht gerade ohne Ergänzungsmittel. Wer denkt, er könne durch ein Pillchen hier und ein Pülverchen da seinen Vitaminhaushalt pimpen, ist nicht nur auf dem Holzweg, sondern geradewegs auf der Schnellstraße. Wo geht´s hin? Ganz klar: weiterlesen »
Kieselerde, so verspricht die Werbung, soll Haut, Haare und Nägel schöner machen, indem deren Wachstum angeregt wird. Als Nahrungsergänzungsmittel sind Kieselerdekapseln und ähnliche Produkte im Handel frei erhältlich.
Ich gebe zu, dass ich die wundersame Wirkung der Kapseln schon selbst getestet habe. Damals waren meine Haare sehr dünn und meine Nägel brüchig. Im Drogeriemarkt entdeckte ich die vermeintliche Lösung für diese Probleme. Leider stellte sich der erwünschte Erfolg nicht ein: Auch nach mehreren Wochen veränderte sich nichts. Naja, fast nichts, denn mein Geldbeutel war in der Zwischenzeit etwas geschrumpft. Die Präparate sind nicht gerade billig. Warum das so ist, kann ich mir nur mit folgendem Effekt erklären: Ich stelle immer wieder fest, dass ich mir von teureren Produkten mehr Leistung, Wirksamkeit, Geschmack, kurzum, mehr Qualität verspreche, als von günstigen und nehme an, dass ich mit dieser subjektiven (und wahrscheinlich oft sehr falschen) Meinung nicht allein bin.
Oder sind es vielleicht doch die Rohstoffe oder die aufwendige Verarbeitung, die den Preis rechtfertigen?
Dazu muss man die Substanz “Kieselerde” zunächst eingrenzen. weiterlesen »
Wellness verkauft sich, besonders in der Lebensmittelbranche. Neben Wellness-Süßigkeiten, Wellness-Food und Joghurts werden auch Wellness-Wässerchen in beträchtlichen Mengen offeriert. Diese “Near-Water-Getränke” enthalten oft Zusätze wie Gingko oder Kräuteressenzen.
Der IKK-Bundesverband hat genauer hingeschaut. Anhand einer Studie der deutschen Verbraucherzentralen, die insgesamt 238 solcher Getränke auf ihre tatsächliche Wirkung auf die Gesundheit untersuchten, wurden nun eine Stellungnahme veröffentlicht, die - das war zu erwarten - nicht besonders gut ausfällt. Demnach enthalten Near-Water-Getränke pflanzliche und diverse andere Zusätze meist in fast homöopathischen Dosen, oder sind wenig sinnvoll zusammengesetzt.
Die Vitaminzusätze sind nach Ansicht der IKK unnötig, da sie ohnehin durch die Nahrung aufgenommen werden. Gleiches gilt für Mineralien wie beispielsweise Calcium. Einzig Folsäure wäre sinnvoll, wird jedoch fast nie zugesetzt. Außerdem sei die Anreicherung nicht ausgewogen: zwischen einer homöopathischen Dosis und einer absoluten Überdosierung findet der Near-Water-Fan kein passendes Produkt.
Auch die Versprechungen der beliebten ACE-Säfte seien aus gesundheitlicher Sicht nicht mehr als heiße Luft. Dass ist in vielen Kreisen schon lange bekannt, die Verbraucher werden trotzdem weiterhin geblendet.
Untersucht wurden auch Pro- und Prebiotische Getränke. Die Ergebnisse fallen hier nicht besser aus. Häufigster Grund dafür: Mangelhafte Angaben über Inhaltsstoffe und Verzehrempfehlungen. Die gesamte Studie steht zum Download frei.