Schmerzphänomene: Was es mit Indianerritualen oder Wetterfühligkeit auf sich hat

Schmerz gehört zum Leben dazu. Und das ist auch gut so, denn er ist ein wichtiges Warnsignal des Körpers, das auf Verletzungen und Überlastung hinweist. Um das Entstehen und Bewältigen von Schmerz ranken sich viele Mythen. Doch was steckt dahinter?

1. „Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“ Dieser Satz ist Teil der Alltagssprache geworden. Aber was bedeutet er eigentlich? Die amerikanischen Ureinwohner hatten oft eine besondere Art, mit Schmerzen umzugehen, indem sie sich durch Tanz, Trance oder die Konzentration auf ein höheres Ziel ablenkten. Dass solche Rituale das Schmerzempfinden und die -bewältigung beeinflussen können, ist in der Wissenschaft unbestritten.

2. „Wer rastet, der rostet.“ Ein Hauptauslöser häufiger Schmerzarten wie Rücken-, Nacken-, Schulter-, Muskel- und Gelenkschmerzen ist Bewegungsmangel, denn er führt zu Verspannungen und einer schlechteren Versorgung der Gelenkknorpel, sodass die Gelenke quasi einrosten und in der Folge bei Bewegung Schmerz auslösen. Bewegungsmangel und Schonhaltungen verschlimmern noch diesen Prozess. Regelmäßig körperlich aktiv sein, aber auch eine frühzeitige Schmerzbehandlung können diesen Teufelskreis durchbrechen. Hierfür eignen sich etwa entzündungshemmende Schmerzmittel wie „Ibuflam“ mit dem Wirkstoff Ibuprofen, der bei leichten bis mäßigen Schmerzen das meistverkaufte rezeptfreie Arzneimittel in Deutschland ist.

3. „Heut‘ ist Kopfschmerzwetter.“ Ob Kopfweh bei Föhn oder Gelenkschmerzen beim Temperatursturz – viele Betroffene berichten von einem Einfluss des Wetters auf ihre Beschwerden. Manche Studien bestätigen die „Wetterfühligkeit“, andere nicht.

4. „Nachts sind Schmerzen schlimmer.“ Eine mögliche Erklärung für das Phänomen liefert die sogenannte Gate-Control-Theorie. Danach hemmen konkurrierende Reize die Schmerzweiterleitung ans Gehirn. Sprich: Ablenkung verdrängt den Schmerz – und die fehlt nachts eben.(djd)

Foto: djd/Sanofi/thx