Reizmagen vermeiden – darauf sollten Sie im Alltag achten

Reizmagen vermeiden – darauf sollten Sie im Alltag achten Personen mit Reizmagen sind hochgradig empfindlich für Vorgänge im Magen-Darm-Bereich. Seelische Belastungen, Stress und ungewohnte Speisen wirken sich oft unmittelbar auf das körperliche Wohlbefinden aus und verursachen Magenbeschwerden oder Verdauungsstörungen. Doch wo liegen die Ursachen für einen Reizmagen, und was können Betroffene tun, um das Problem in den Griff zu bekommen?

Ursachen und Symptome

Der Reizmagen wird oft auch als „nervöser Magen“ bezeichnet. Der medizinische Begriff für dieses Leiden lautet „funktionelle Dyspepsie“. Es handelt sich um eine Funktionsstörung, die mit Schmerzen im oberen Bauchbereich einhergeht. Krankhafte Veränderungen im Magen- oder Darmbereich liegen bei einem Reizmagen nicht vor. Stattdessen können beispielsweise falsche Ernährungsgewohnheiten, seelische Belastungen oder erbliche Faktoren für die Beschwerden verantwortlich sein. Zu den typischen Symptomen bei einem Reizmagen gehören Schmerzen im Oberbauch (das Gefühl, einen Stein im Magen zu haben), Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit sowie nicht-saures Aufstoßen. Häufig tritt ein Reizmagen in Kombination mit einem Reizdarm-Syndrom auf. Ist dies der Fall, können Durchfall und Blähungen hinzukommen. Weitere Informationen zu Reizmagen und Reizdarm finden Sie hier: www.iberogast.de/aw/beschwerden/~ciz/reizmagen/.

Selbsthilfemaßnahmen

Da ein Reizmagen vielfältige Ursachen haben kann, ist es zunächst sinnvoll, ein Tagebuch zu führen, in dem Betroffene festhalten, unter welchen Begleitumständen welche Beschwerden aufgetreten sind. Ein Arztbesuch ist jedoch unerlässlich, um ernsthafte Erkrankungen als Ursache für die Magenbeschwerden auszuschließen. Grundsätzlich ist es ratsam, die Ernährung genau unter die Lupe zu nehmen. Auf sehr fettige und scharfe Speisen sollte verzichtet werden. Gleiches gilt für Nikotin, Kaffee und blähende Speisen wie Hülsenfrüchte und Kohlgemüse. Oftmals wirkt es sich positiv auf den Reizmagen aus, wenn die Nahrung in regelmäßigen, kleinen Portionen aufgenommen wird. Nicht zuletzt sollten Betroffene für ein gesundes Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung sorgen. Entspannungstechniken wie autogenes Training, progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder Yoga können helfen, Stress abzubauen. Auch Bewegung sollte in den Alltag integriert werden, um das seelische und körperliche Gleichgewicht positiv zu beeinflussen.

Mehr Lebensqualität trotz Reizmagen

Wer unter einem Reizmagen leidet, ist in seinem Alltag erheblich eingeschränkt. Betroffene trauen sich nicht, neue Gerichte zu probieren, verzichten auf Restaurantbesuche und schlagen Einladungen zum Essen bei Freunden aus. Doch das muss nicht sein: Entspannungsübungen, eine Ernährungsumstellung sowie eine grundsätzlich gesunde Lebensweise können helfen, die Beschwerden dauerhaft zu lindern.

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