Organstransplantation ohne Abstoßung

Bei der Transplantation von Organen ist das Risiko immer da, dass der Körper das fremde Gewebe abstößt. Forschern ist jetzt gelungen, bei Ratten diese Abstoßungsreaktion bei einer Nierentransplantation zu verhindern. Der Konstanzer Immunologe Prof. Dr. Marcus Groettrup hat es mit seinem Team geschafft, im Immunsystem des Organempfängers die Bildung von Antikörpern gegen das transplantierte Organ zu unterdrücken. Die bisher eingesetzten Medikamente, die gegen die Abstoßungsreaktion eingenommen werden, sind nur bedingt wirksam und haben auch oft Nebenwirkungen.

Das Team setzt sogenannte "Immunproteasom-Hemmer" ein, um die Reaktion zu unterbinden. "Die Ergebnisse sind ein voller Erfolg. Wir können die Abstoßung komplett bei allen Tieren verhindern und sehen, dass die Antikörper, die gegen das Transplantatorgan gebildet werden, praktisch kaum mehr vorhanden sind", erläutert Marcus Groettrup. "Die Entzündungsparameter in der transplantierten Niere sind deutlich zurückgegangen und die Nierenfunktion der Empfänger ist exzellent." Die Forscher erwarten nun, aus ihren Ergebnissen einen Therapieansatz bei der Behandlung chronischer, durch Antikörper verursachter Abstoßung zu entwickeln.

Fotocredits: Universität Konstanz
Quelle: GLP mp

(dpa)

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