Hilfe bei Spätakne

Hilfe bei SpätakneKennt ihr das? Beim Anblick eures Spiegelbildes fühlt ihr euch wie ein Teenager mit Akne – rund um das Kinn sind Mitesser verteilt, doch dank der Fältchen um euren Augen seht ihr trotzdem aus wie 40. Na toll! Experten sprechen in diesem Fall von Spätakne. Thomas Dirschka vom Bundesverband der Deutschen Dermatologen betont, dass jede vierte Frau im Alter zwischen 25 und 45 unter unreiner Haut leidet. Doch was können wir dagegen unternehmen?

Absetzen der Anti-Baby-Pille

Betroffen sind vor allem auch diejenigen, die als Jugendliche keinerlei Probleme mit ihrer Haut hatten. Schuld ist nach Dirschka die Antibabypille, denn diese sorgt dafür, dass die Haarfollikel in der Haut gegen männliche Hormone abgeschirmt werden. So entsteht eine Überproduktion der Talgdrüsen, sodass die Poren verhornen und verstopfen – die Folge sind Mitesser. Ein weiteres Problem der Pille ist ihre anti-androgene Wirkung, die dafür sorgt, dass unsere Haut allgemein reiner wird. Diese Wirkung ist jedoch leider vorbei, wenn ihr das Medikament absetzt. Dann kommt es zu einem Überschuss an männlichen Hormonen, auf die der Haarfollikel sehr sensibel reagiert.

Stress und Nachtcremes

Wenn ihr die Pille nie genommen oder (noch) nicht abgesetzt habt, können andere Ursachen Grund für eure unreine Haut sein. Bei Stress beispielsweise werden vermehrt männliche Hormone produziert, die die Talgdrüsen anregen. Aber auch ein Ungleichgewicht der Darmflora sowie eine ungesunde, fettige Ernährung sind Garanten für ungeliebte Pickel! Also lieber Obst und Gemüse essen und auf ein Übermaß an Milchprodukten sowie Kohlenhydraten verzichten. Seid ihr euch sicher, dass es nicht an eurer Ernährung liegen kann und auch die anderen Gründe nicht auf euch zutreffen, kann die Ursache für Akne auch in der Verwendung von Anti-Age-Produkten oder Nachtcremes liegen.

Der Weg zum Arzt

Eine Stuhlprobe beim Hausarzt kann Aufschluss über die Gründe für schlechte Haut geben, denn oft sind auch Bakterien im Dickdarm schuld. Auch der Weg zur Kosmetikerin ist zu empfehlen, denn diese hat gewiss die passende Pflege parat. Dort könnt ihr auch eine regelmäßige Ausreinigung durchführen lassen. Ist die Gesichtshaut jedoch stark entzündet, hilft nur ein Hautarzt, der ernsthafte Hautkrankheiten ausschließen oder erkennen kann. Also nicht lange warten und auf in den Kampf!

© Krzysztof Szpil – Fotolia

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