Herzbeschwerden als solche erkennen

Jeder hat Tage, an denen die Gesundheit etwas schwächelt. Symptome wie Schwindel, Atemnot oder geschwollene Füße sollten aber gerade von Frauen nicht unterschätzt werden, rät jetzt der Kardiologe Professor Dr. Jochen Müller-Ehmsen. Dahinter könnten sich Herzbeschwerden verbergen.

"Diese Krankheiten zeigen sich oft durch Symptome, die man zunächst nicht mit dem Herzen in Verbindung bringt. Auffällig ist, dass es sich bei mehr als der Hälfte der Betroffenen um Frauen handelt", sagt der Chefarzt der Kardiologie an der Asklepios Klinik Altona.

Rechtzeitig diagnostiziert, kann die Herzerkrankungen häufig mit Medikamenten behandelt werden, andernfalls kann eine Operation anfallen. Je nach Situation ist aber nicht gleich eine OP am offenen Herzen nötig, beruhigt der Experte.

Ein minimalinvasiver Eingriff ist für Patienten denkbar, die etwa unter einer "Mitralinsuffizienz" leiden, bei der die Mitralklappe (das Ventil zwischen den beiden linken Herzkammern) undicht ist, sodass Blut in die falsche Richtung fließen kann. "In vielen Fällen können wir die Klappe mithilfe eines Clips reparieren. Das schonende Verfahren eignet sich vor allem für ältere Patienten oder Patienten mit weiteren Erkrankungen, bei denen eine OP am offenen Herzen zu riskant wäre", erklärt Müller-Ehmsen.

Der Kardiologe bietet unter www.herzklappenhilfe.de einen Selbsttest an, zur groben Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands.

Fotocredits: Asklepios Klinik Altona

(dpa)

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