Heilfasten

Der Frühling ist ausgebrochen und mit ihm beginnt die Zeit, in der ich die Lust verspüre Groß-Reine zu machen. Mal wieder das Zimmer ausmisten und die Winterklamotten in den Keller packen steht genauso auf dem Programm, wie dem Körper auch mal eine Art von „Revitalisierung“ zu gönnen.

Ein bis zwei Mal im Jahr wird aus heilkundlicher Sicht dazu geraten eine Fastenkur zu machen. Dabei soll man für einen bestimmten Zeitraum auf das Essen verzichten und stattdessen sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Auf diese Art wird insbesondere der Magen-Darmtrakt entschlackt und die sogenannten „Stoffwechselendprodukte“, die sich über das Jahr im Bindegewebe des Körpers angesetzt haben, werden ausgespült.

Doch ist das Heilfasten nicht als Extrem-Diät zu verstehen, um schnell den überflüssigen Winterspeck los zu werden. Ganz im Gegenteil soll dabei weniger die äußere, als vielmehr die innere Balance wiedergefunden werden. Im Vordergrund steht hierbei die Regulierung der Körperfunktionen, wie dem Blutkreislauf und dem Stoffwechsel. Da der Körper für den Verdauungsvorgang keine Energie mehr verbraucht, nutzt er statt dessen auf eine energiesparendere Weise die körpereigenen Reserven, wie Kohlehydrate und Fettdepots als Lieferant. Zwar wird in den ersten Tagen durchaus eine Gewichtsreduzierung eintreten, schließlich werden zu Beginn vor allem das Gewebe entwässert wird. Später jedoch pendelt sich der Gewichtsverlust auf ca. 100 – 300 g pro Tag ein.

Nach den ersten Tagen der Fastenkur setzt die Reduzierung von Magensäften ein, sodass auch das Hungergefühl nachlässt und einem bei dem Anblick von leckerem Essen nicht mehr das „Wasser im Munde zusammen läuft“. Nicht vergessen: Die Fastenzeit stellt nicht nur für den Körper eine Herausforderung dar, sondern ebenso auch für die Psyche. Daher ist es ratsam eine Heilfastenkur immer in ärztlicher Begleitung durch zu führen. Eine stabile gesundheitliche Verfassung ist als unbedingte Vorraussetzung zu verstehen. Schwangere Frauen, Chronisch Kranke, oder Menschen, die gerade eine schwerwiegende Behandlung hinter sich haben, ist von einer Fastenkur abzuraten.

Der Ablauf der Fastenkur wird in Absprache mit dem begleitendem Arzt festgelegt. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze, wie z.B. den Fastenplan nach Dr. Otto Buchinger, der neben Säften noch Gemüsebrühe als Kalorienlieferant vorsieht. Oder aber dem Molke-Heilfasten, bei dem wie der Name schon sagt, neben Säften und Wasser noch 1 l Molke /Tag zu sich genommen wird. Für welche der Kuren man sich auch entscheidet, wichtig ist während dessen auf alle- ja, ja auf alle- Genußmittel zu verzichten. Ruhe und eine entspannte Situation zu Hause sind ebenso wichtige Faktoren, die auf den Verlauf der Kur unterstützend wirken. Wenn nebenbei noch die Familie versorgt werden will oder man einen 12 Stunden Arbeitstag hat, sollte man es lieber lassen. Der Körper ist schon beschäftigt genug und nicht so belastbar wie ansonsten.

Also, lieber 10 Tage Urlaub nehmen!

 

 

 

 

Links:

Das 1 mal 1 des Fastens

Gesund-Heilfasten.de

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