Formen der Meditation

Wer sich nicht näher mit der Meditation beschäftigt wird annehmen, dass es nur eine Form dieser Entspannungstechnik gibt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Meditation ist in vielen Kulturen der Welt eine religiöse Praxis, die ganz natürlich zum Leben gehört. In den östlichen Ursprungsländern soll die Meditation eine innere Ruhe herbeiführen, gepaart mit einer Art Bewusstseinserweiterung, die Gedanken auflöst und den Meditierenden frei von ihnen macht. Die Lehre ist darüber hinaus verbunden mit Gewaltfreiheit und, wenn sie aus religiösen Beweggründen praktiziert wird, mit dem Versuch einer göttlichen Erfahrung. In Europa wird Meditation vornehmlich zu therapeutischen Zwecken und zur positiven Unterstützung des Allgemeinbefindens ausgeübt.

Die ganzheitliche Entspannungstechnik wird grob in zwei Formen gegliedert. Die passive Meditation ist die wohl bekannteste. Hier geht es vor allem um Ruhe, tiefe Entspannung, aber auch um Einsicht und Achtsamkeit. Der Begriff „aktive Meditation“ ist in Europa wohl weniger bekannt, doch die Inhalte sollten es umso mehr sein. So gehören zu der aktiven Form Yoga, verschiedene Kampfkünste und auch die Geh-Meditation sowie Tanz und Musik. Tanz ist wohl die bewegteste Art, in körperlichen und geistigen Einklang zu kommen. Dabei ist tanzen als Meditationsform nicht neu, sondern sehr traditionell. Die Derwisch-Tänze oder die Bewegungsarten, die mit der islamischen Mystik verbunden sind, sind ein gutes Beispiel. Die musikalische Meditation verwendet Rhythmus und Känge als Einstieg in die Meditationsphase. Auch das Aufsagen eines Mantras gehört dazu.

Die körperlichen Auswirkungen der Entspannungstechnik sind wissenschaftlich nachgewiesen. Meditation verlangsamt den Herzschlag. Gleichzeitig kommt es zu einer tieferen Atmung. Verspannungen der Muskeln werden reduziert. Um alle positiven Auswirkungen in ihrer vollen Reichweite wahrzunehmen, muss diese Entspannungstechnik jedoch regelmäßig durchgeführt werden. Am besten sollte ein Kurs besucht werden, um die grundlegenden Techniken zu erlernen. Einige Krankenkassen übernehmen die Gebühr für Entspannungstechniken oder fördern Kurse durch Zuschüsse.