Wellnesskomplett

Alles zu Wellness, Entspannung & Massagen
 


Archiv: Allgemein

Gesund leben, das geht auch ohne Nahrungsergänzungsmittel. Das wissen wir spätestens seit wir lernten, dass der Verkaufsschlager Kieselerde auch nichts weiter ist, als Sand mit viel unnützem und teilweise sogar dauerhaft schädlichem Extra.

MR+G © Flickr

Nun lese ich durch Zufall einen Bericht über eine Studie von ÖKO-Test, bei der kurz gesagt folgendes festgestellt wurde: Gesund leben, das geht gerade ohne Ergänzungsmittel. Wer denkt, er könne durch ein Pillchen hier und ein Pülverchen da seinen Vitaminhaushalt pimpen, ist nicht nur auf dem Holzweg, sondern geradewegs auf der Schnellstraße. Wo geht´s hin? Ganz klar: weiterlesen »


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Naturkosmetik erfährt einen Boom. Doch was hat der Verbraucher unter dem Begriff zu verstehen? Ist alles natürlich, wo Natur draufsteht?

Zunächst muss betrachtet werden, was den Unterschied zwischen Naturkosmetik und den herkömmlich Produkten ausmacht. Kosmetika bestehen unter anderem oft aus Emulgatoren, Konservierungsstoffen, Fetten auf Mineralölbasis, Synthetika in aller Form und zu unterschiedlichem Nutzen (Duft, Konservierung, Farben). Eine herkömmliche Gesichtscreme besteht also, ganz einfach ausgedrückt, aus einem künstlichen Cocktail laborerzeugter Inhaltsstoffe. Im Vergleich dazu soll Naturkosmetik in erster Linie aus natürlichen Zutaten bestehen. Das Wort “natürlich” ist dabei jedoch Definitionssache. Zumindest sollen die Produkte “natürlicher” sein, als herkömmliche und somit auch schonender für Mensch und Umwelt. Wenn wir über Definitionen sprechen, müssen wir um die damit einhergehenden Komplikationen wissen. Denn einheitlich waren die Anforderungen lange Zeit nicht. Mit wachsender Beliebtheit der Naturkosmetik wurden Forderungen nach mehr Kontrolle und einheitlicher Bestimmung lauter. Unterschiedliche Prüfstellen bemühten sich, den Anforderungen gerecht zu werden.

by Orin Optiglot © Flickr

Wer also daran interessiert ist, wie natürlich die Naturkosmetik ist, und wo Grenzen im Sinne des Verbrauchers (z.B. Einsatz bestimmter Konservierungsstoffe, um Verkeimung zu verhindern) gezogen werden müssen, hat die Möglichkeit, sich über die unterschiedlichen Definitionen zu informieren. Es finden sich Bestimmungen des Europarates von 2000 und Definitionen des Gesundheitsministerium aus den Jahren 1992/93. Darüber hinaus versucht der “Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Natur pur? josef.stuefer © FlickrNahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel” (BDIH) sich ebenfalls in der Kontrolle. Es wurde ein Label entwickelt, über das man sich hier weitergehend informieren kann. Unter anderem vergibt der BDHI ein Prüfsiegel. Anforderungen sind beispielsweise, dass Naturkosmetika “natürliche Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Fette und Wachse, Kräuterextrakte und Blütenwässer, oder ätherische Öle und Aromen aus kontrolliert biologischem Anbau oder Wildsammlung” enthalten. Wer also sichergehen möchte, dass in der angebotenen Naturkosmetik auch wirklich nur Natur steckt, sollte sich auf dieses Siegel verlassen. Eine andere Möglichkeit bieten unterschiedliche Untersuchungen der Stiftung Warentest.


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Frühjahrsmüdigkeit adé! Mit Wechselduschen stärken wir nicht nur unser Immunsystem, wir tun auch etwas für unsere Schönheit.

SBA73 @ FlickrMorgens so richtig in Schwung zu kommen ist nicht leicht. Wer auch nach dem dritten Kaffee die Müdigkeit nicht abschütteln kann, sollte es einmal mit Wechselduschen probieren. Ich weiß, zu Beginn des Rituals ist das alles andere als angenehm, aber schon Oma wusste: “Wer schön sein will, muss leiden!”. Und wer gesund bleiben möchte, für den gilt das in diesem Fall vorerst auch. Aber keine Panik, wer jeden Morgen eine Wechseldusche in das Pflegeprogramm einbaut, gewöhnt sich schnell daran. Es soll Leute geben, die ohne die Warm-Kalt-Abfolge nicht das Bad verlassen. ;)

Die richtige Durchführung
Um den Kreislauf zu schonen sollte die richtige Durchführung beachtet werden. Zunächst wird normal geduscht. Den Anfang bildet also immer warmes Wasser. Dann folgt die kalte Dusche. Aber bitte nicht einfach den Duschkopf über den Kopf halten. Man beginnt an den Füßen und tastet sich dann langsam bis zum Oberkörper vor. Dann folgt wieder warmes Wasser. Dieser Wechsel wird bestenfalls dreimal durchgeführt, wobei das kalte Wasser den Abschluss bildet.

bluepurple josef.stuefer © Flickr

Wirkung
Natürlich soll die Überwindung nicht umsonst sein. Die Abfolge von Warm und Kalt fördert die Durchblutung der Haut und wirkt fast wie eine prickelnde Massage. Man friert außerdem nicht mehr so leicht und stärkt die Immunabwehr. Wer morgens frisch und rosig die Dusche verlässt, kann den Tag zudem ganz anders beginnen.

Übrigens: Um die Wirkung auf die Haut zu verstärken, lohnt sich ein Kaffeepeeling, das ungefähr einmal die Woche durchgeführt wird. Darüber hinaus hat ein Saunagang ähnliche Wirkungen auf Haut und Immunsystem.


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Wellness in der Zahnarztpraxis

Autor: Nicole
abgelegt in: Allgemein

Wellness und Zahnarzt, ein Wortpaar bei dem es sich gerade für Angstpatienten nur um einen Scherz handeln kann.

Aber es geht scheinbar doch. Immer stärker setzt sich in jüngster Zeit der Wellnesstrend auch in Zahnarztpraxen durch. Oliver Karthaus berichtet auf Luxusblogger.de über eine Praxis in Toronto, die den Zahnarztbesuch zum Wellnessaufenthalt verwandelt. Doch Amerika ist uns keinesfalls ein Stück voraus, mittlerweile verbinden auch deutsche Zahnärzte Erlebnisaufenthalte, Design und Erholung mit der Zahnbehandlung.

Ein Einblick in das Design der Praxis. Hiepler und Brunier 2006 (Quelle: KU64.de)Ein Beispiel aus Berlin zeigt, was man sich darunter vorstellen kann. Die Praxis KU64 auf der Flaniermeile Kurfürstendamm bietet ganz nach dem Motto “Alles geht” einen Service, der bei einer hochmodernen Einrichtung beginnt. Hier sitzt der Patient nicht im Wartezimmer, sondern in der Wartelounge oder auf der Sonnenterasse. Eine Kaffeebar, an der die ganz ängstlichen sich auch mit einem Schlückchen Champagner beruhigen können, soll Zahnarztstimmung verfliegen lassen. Aber es geht noch weiter: DVD schauen während der Behandlung (natürlich nicht einfach so, sondern mit hochmoderner DVD-Brille), Helferinnen bringen den Wartenden frisches Obst und Getränke, wer auf die Terrasse möchte bekommt Sonnencreme und wer dann immer noch nicht genug hat, bucht einfach eine Massage beim hauseigenen Heilpraktiker, damit die ganzheitliche Entspannung länger anhält. Es gibt einen W-Lan Hotspot, im Winter einen Kamin und das wohl wichtigste für Frauen: eine Kosmetikecke, wenn das Make-up nach der Behandlung aufgefrischt werden muss. Die Liste ist damit übrigens noch lange nicht zu Ende. Hört sich an wie Science-Fiction, sieht auch so aus und ist fast zu gut um wahr zu sein. Als schnöder Kassenpatient darf man laut Homepage auch vorbeischauen.

Berlin by Jule_Berlin © Flickr


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Anfang März diesen Jahres fand die “Beauty International” in Düsseldorf statt. Die Messe ist ein Treffpunkt für Schönheits- und Wellnessexperten und lieferte 2008 mit über 1000 Ausstellern eine Palette von Produkten und Dienstleistungen, die sich wirklich sehen lassen kann.

notsogoodphotography © FlickrDie Veranstalter der Messe loben das hohe fachliche Niveau der Besucher, die allesamt aus der Branche kommen. So sieht sich die “Beauty International” nicht nur als reiner Marktplatz mit Ausstellungscharakter, sondern vielmehr auch als Weiterbildungsangebot im Kosmetikbereich. Auf der Homepage erfährt der geneigte Leser, dass es um mehr geht, als sich nur zu präsentieren. Da werden Kontakte geknüpft und Kompetenzen ausgetauscht. Das gleicht eher einer Fachtagung, als einer Messe, denn es werden auch Workshops angeboten und Vorträge in das Programm integriert.

Die Trends in diesem Jahr lagen ganz klar im Wellnessbereich. Jedes Schönheitsangebot, von der Maniküre zur klassischen Gesichtsbehandlung, wird mehr und mehr dem Wellnessmarkt geöffnet. So wurde beispielsweise das erste “Nail Spa” präsentiert und ein eigener Bereich für die Angebote rund um das Thema Entspannung und Wohlbefinden geschaffen, der nach Angaben der Veranstalter auf große Resonanz stieß. Das Fachpublikum erkannte den Trend, Wellness nicht nur als Produkt anzubieten, sondern auch die Umgebung einzubeziehen. Die neueste Anwendungen und die schönsten Massagen sind nun einmal ohne das passende Ambiente nur halb soviel wert.

Ein weiterer Trend, der sich in letzter Zeit fest zu etablieren scheint, wurde ebenfalls in das Programm einbezogen: “Männerwellness” und Kosmetik, speziell für die Herren der Schöpfung.
Interessierte können auf der Homepage der Beauty International Videos anschauen, die einen Eindruck in den Messebetrieb geben. Darüber hinaus lohnt sich die Seite für diejenigen, die sich gern mit etwas unnützem, aber nicht uninteressanten Wissen beschäftigen. So erfahren wir z.B., dass jede Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich 2,7 Kilogramm Lippenstift isst. Ja, sie haben richtig gelesen, es geht hier um den Lippenstift, den wir nach dem Auftragen hinunterschlucken. Ob Lippenprodukte mit Geschmack daran Schuld sind?

Wer zur Branche gehört sollte sich den 20. März 2009 ganz dick im Kalender markieren. Dann findet nämlich die nächste “Beauty International” statt.


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Was ist Schönheit? Auf diese Frage antworten besonders Frauen mit: “schöne Haare”, “tolle Figur”, “reine Haut” und anderen Attributen, die im allgemeinen Verständnis unter “schön sein” laufen.

Kate Moss: zweifelhafte Ikone. CoutureFreak © FlickrDas ist zunächst einmal nichts schlechtes, bedenklich ist nur, woher dieses Verständnis kommt und wie ausgeprägt die Anforderungen sind, die viele Menschen in diesem Punkt an sich selbst stellen. Wir sehen die Models im Fernsehen und auf Fotos in Hochglanzmagazinen und halten deren Schönheit für das Maß aller Dinge. Kate Moss zum Beispiel, gilt gerade bei jungen Frauen, die an Ess-Störungen leiden, als Vorzeigefigur. Frisch gebackene Mütter sehen Heidi Klum zwei Wochen nach ihrer Niederkunft schon wieder im Fernsehen, (un)natürlich dünn und fast durchtrainierter als vorher. Natürlich rufen derartige Auftritte beim Publikum, bei uns allen, Selbstzweifel hervor. Sind wir zu faul, zu bequem zu undiszipliniert? Warum sehen wir so normal aus, wenn es augenscheinlich auch anders, besser geht? Der “Normalo” fühlt sich als Mensch zweiter Klasse, weil er sich selber zurückstuft, weil er im eigenen Verständnis nicht schön genug ist, um mit Werbeplakaten und Modelikonen mitzuhalten. Dinge wie Intelligenz, soziale Kompetenz, und feste Werte spielen die zweite Geige und werden wohl bald ganz im Orchestergraben versinken. Da kommt eine neue Generation, die noch fester daran glaubt, Schönheit sei synonym zu Erfolg.

Heidi Klum. Vierfache Mutter und durchtrainiert bis in die Haarspitzen. unclekuntz © FlickrNatürlich gibt es Menschen, die sind einfach schöner als ihre Mitmenschen. Gerade bei Models zählt aber auch dazu, sich selbst strengen Regeln zu unterziehen, um so unnatürlich schön und dünn zu sein, wie die Werbung sie eben haben will. Das muss nicht gleich bis zur Drogen- oder Magersucht gehen. Auch exzessiver Sport mit Personal Trainer (siehe Beispiel Klum) oder Yoga- und Pilatestraining, betrieben auf Leistungssportniveau, (siehe Madonna) sind Formen einer Sucht.

Das allerwichtigste aber: Die Medien, allen voran die omnipräsente Werbung, verkaufen uns Gesichter und Menschen, die es so gar nicht gibt. Das Zauberwort heißt Photoshop und ist des Fotografen Liebling, denn mit dieser Software kann man nahezu alles retouschieren. Alle Werbeanzeigen, Plakate, jedes Foto in Magazinen, die gesamte (gedruckte) Medienwelt um uns herum ist nicht einfach abfotografiert, sondern wird einem Makeover unterzogen, das wir für das wahre Abbild halten. So verschieben sich Sichtweisen heraus aus der realen Welt: Wir bekommen die “Photoshop-Brille” aufgesetzt und halten den Blick durch sie für absolut authentisch. Das dies nicht so ist, zeigen die Videos. Einfach mal anschauen und vielleicht die eigenen “Werte” in puncto Schönheit nochmal überdenken…


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Kieselerde, so verspricht die Werbung, soll Haut, Haare und Nägel schöner machen, indem deren Wachstum angeregt wird. Als Nahrungsergänzungsmittel sind Kieselerdekapseln und ähnliche Produkte im Handel frei erhältlich.

( Krikit ) © Flickr


Ich gebe zu, dass ich die wundersame Wirkung der Kapseln schon selbst getestet habe. Damals waren meine Haare sehr dünn und meine Nägel brüchig. Im Drogeriemarkt entdeckte ich die vermeintliche Lösung für diese Probleme. Leider stellte sich der erwünschte Erfolg nicht ein: Auch nach mehreren Wochen veränderte sich nichts. Naja, fast nichts, denn mein Geldbeutel war in der Zwischenzeit etwas geschrumpft. Die Präparate sind nicht gerade billig. Warum das so ist, kann ich mir nur mit folgendem Effekt erklären: Ich stelle immer wieder fest, dass ich mir von teureren Produkten mehr Leistung, Wirksamkeit, Geschmack, kurzum, mehr Qualität verspreche, als von günstigen und nehme an, dass ich mit dieser subjektiven (und wahrscheinlich oft sehr falschen) Meinung nicht allein bin.

Oder sind es vielleicht doch die Rohstoffe oder die aufwendige Verarbeitung, die den Preis rechtfertigen?

Dazu muss man die Substanz “Kieselerde” zunächst eingrenzen. weiterlesen »


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Biokosmetik unter der Lupe

Autor: Nicole
abgelegt in: Allgemein,Körper

Wer Bio is(s)t kann mittlerweile bei jeder Gelegenheit auf seine Vorliebe zurückgreifen: Biogemüse, Biosüßigkeiten, Biogetränke und natürlich auch Biokosmetik.

“Alles so schön bio hier…!”

rhettmaxwell © Flickr

Mit der Biokosmetik ist das ja so eine Sache: Natürlich will jedes Unternehmen auf den Zug aufspringen. Jeder Supermarkt hat neben der Bio-Food-Linie deswegen nun auch eine Bio-Wellness-Kosmetik-Linie. Das klingt immer gut, der Verbraucher greift gern zu, denn das gute Gewissen wird gleich mitgeliefert. Ob das, was man da für teuer Geld in den Einkaufswagen legt, auch wirklich “Bio” ist, kann der Normalkunde oft nicht prüfen. Auf diese Entwicklung geht jetzt “Oekotest” ein. Ein Magazin über Lebensmittel und Co. gibt es ja schon seit längerem. Nun erscheint endlich ein Extraheft, das sich ausschließlich mit der Kosmetik- und Wellnessindustrie auseinandersetzt. Die erste Ausgabe erscheint am 15. März für 7,50 €. Natürlich kommen die altbewährten Test, für die die Stiftung Warentest ja bekannt ist, nicht zu kurz. Im ersten Heft werden Augencremes, Peelings, und allerlei andere Pflegeprodukte getestet. Außerdem geht es unter anderem um die Herstellung von Cremes und sogar um Männerschönheit.

Presseberichten zufolge werden auch die großen Marken genau untersucht. Ein Blick in das Heft scheint sich zu lohnen: Die großen Unternehmen Colgate und Palmolive räumen nicht gerade ab und auch die Supermarkt- und Drogeriemarken scheinen ihr Geld nicht Wert zu sein. Ganz nach dem Motto “Vertrauen ist gut, Kontrolle schützt vor Nepp” müssen Verbraucher sich mehr denn je informieren und kritisch hinterfragen. Das wird jetzt wohl einfacher, denn wenn man sich bewusst für Naturkosmetik entscheidet, zum Beispiel im Falle einer Allergie auf künstliche Zusatzstoffe, sollte auch das drin sein, wofür man einen höheren Preis bezahlt!


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Männer und Wellness? Das ist schon länger kein Widerspruch mehr. Seitdem Männermagazine neben denen für Frauen im Zeitschriftenhandel Konjunktur haben, kümmert sich das “starke Geschlecht” vermehrt um Aussehen, Gesundheit und eben auch um die richtige Entspannung.

Es gibt sie zuhauf: Die Männer, die morgens nach einem entspannenden Bad eine Maske auftragen, sich dann von Kopf bis Fuß eincremen und nach der Arbeit noch kurz in die Sauna einkehren oder einen Massagetermin haben. Was früher als zu feminim galt, um von einem “echten Kerl” überhaupt als seriös erachtet zu werden, ist heute ganz normal. Und das ist auch gut so. Seit David Beckham die Leitfigur einer neuen “Männerkultur” wurde, die sich metrosexuell nannte und weibliche Attribute nicht nur auf die Kleidung, sondern auch auf den Lifestyle übertrug, ist Pflege und Entspannung für den Herren chic und wird teilweise mehr von der Gesellschaft gefordert als belächelt.

Mann hat es nicht mehr so leicht. © wiseacre/Flickr

Da wundert es dann auch keinen mehr, was der Journalist Thomas Sell für das Onlineportal “Der Westen” mit Staunen feststellte: Männer dürfen Wellnessurlaube buchen, ohne dabei gefragt zu werden, ob dies als ein Geschenk für die © flyzipper/FlickrGattin gedacht sei. Männer dürfen noch viel mehr: Wie die Frauen auch, den halben Monatslohn in Kosmetika und Wellness-Anwendungen investieren, ohne dabei schief angesehen zu werden. Zur Entspannung Yoga machen und auf gesunde Ernährung achten, ohne dabei als “Warmduscher” dazustehen. Frauen freut´s, solange Er nicht Ihre Lotion-Reserven verbraucht. An dem Punkt ist für die meisten Damen Schluss. Das hat die Kosmetikindustrie schon erkannt: Mittlerweile kann Mann sich mit unzähligen “For Men” Produkten im Bad breit machen, darf gerne gut riechen und eine zarte Haut haben. Weiter so!


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Über 14 Tage sind vergangen, seit ich mit Pilates begonnen habe. Es wird Zeit für eine erste Betrachtung der Ergebnisse. Denn wir erinnern uns an den ermutigenden Satz Joseph Pilates´: Nach zehn Trainingseinheiten bemerkt man einen Effekt, nach 20 sieht man ihn und nach 30 hat man eine völlig neuen Körper.

Ich habe fünfmal pro Woche trainiert. Dabei habe ich abwechselnd kurze und lange Einheiten absolviert. Die kurzen dauern etwa 20, die längeren etwa 45 Minuten. Die Grundlagen habe ich mittlerweile ganz gut erlernt. Mit der Atmung habe ich fast überhaupt keine Schwierigkeiten mehr, wenn man mal von der Bauchlage absieht. Das Powerhouse kann ich abrufen, muss mich aber bei einzelnen Übungen immer wieder darauf besinnen. Man vergisst es einfach zu leicht, wenn viele anstrengende Dinge zusammen ausgeführt werden müssen. Außerdem muss ich mich ab und zu mehr auf die “Kontrolle” rückbesinnen, die bei steigender Belastung schnell in den Hintergrund treten kann.

Fünf am Tag: Obst und Gemüse für mehr Wohlbefinden. © Claudia 1967Mein Vorsatz bei Trainingsbeginn war ja auch, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Voller Stolz kann ich sagen: ich bin ein Gemüsejunkie. Die Ernährungsberaterin auf der Grünen Woche konnte mich nur noch wenig verbessern. Die neue Disziplin wird immer wieder auf die Probe gestellt, besonders bei dem Überschuss an Schnellimbissen in Berlin, doch ein konzentrierter Blick auf den Bürgersteig kann Wunder wirken, wenn man zum Beispiel am “Großen M” vorbeigeht. (Durch den Mund atmen hilft auch sehr gut, denn dann kann der Appetit nicht durch die verführerischen Düfte angeregt werden.)
Joseph Pilates persönlich bei einer Übung. © Gypsey Aber wieder zurück zum Pilates. Ich spüre tatsächlich etwas. Zum einen trainiert man mit den Übungen wunderbar das Körperbewusstsein. Es fällt mir nun viel eher auf, wenn ich ungesund stehe oder sitze. Das reduziert Rückenschmerzen und es fühlt sich an, als könnte ich mich größer machen, weil viele Muskeln beweglicher und gedehnter sind. Nach jedem Training bin ich entspannt. Das ist für mich immernoch ein Mysterium, denn die Übungen sind nicht leichter geworden. Bei einigen habe ich auch nur schleppende Fortschritte bemerkt, wieder andere machen eine deutlich erhöhte Bewegunsfähigkeit sichtbar. Insgesamt halte ich auch schon länger durch und schaffe mehr Wiederholungen, als zu Beginn des Trainings. Alles in allem also ein sehr positive Zwischenbilanz, die Lust auf mehr macht. Ich bin gespannt auf die Entwicklung in den nächsten Wochen.

Noch ein wichtiger Tipp für diejenigen, die auch mit dem Gedanken spielen, mit Pilates zu beginnen: Am Anfang, für die ersten Einheiten, kann man eine dicke Decke als Unterlage benutzen. Denn vor der Investition in eine gute Matte muss man ja ersteinmal feststellen, ob man das Training auch in Zukunft betreiben möchte. Spätestens ab der Entscheidung pro Pilates fällt aber die Anschaffung unbedingt an. Einige Übungen, besonders die, die zu Lasten der Wirbelsäule gehen, können sehr weh tun, wenn man nicht ausreichend durch eine gute Matte gepolstert ist. Meine hat etwas 20 Euro inklusive Versand gekostet. Wer erfahren möchte, von welchem Händler ich sie bezogen habe, der schicke eine Mail.

Hier noch ein Video, wie immer leider auf Englisch, aber dafür bei Youtube in fünf Teilen zu erhalten. Die Übungen sind denen, die ich regelmäßig mache, sehr ähnlich.


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