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Alles zu Wellness, Entspannung & Massagen
 


Archiv: Körper

Entspannen mit Schlamm – Fango!

Autor: Nicole
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Heiß, schlammig, Fango! Packungen aus warmer mineralischer Vulkanerde gehören zu den beliebtesten Medical-Wellness-Anwendungen. Was bringt der Schlamm?

heilender Schlamm © Aelle/FlickrDas Wort stammt aus dem Italienischen und heißt soviel wie “Schlamm oder Schmutz”. Oft wird der ursprünglichen Bedeutung auch der Begriff “heilend” zugefügt. Schon die Römer sollen die warme Vulkanerde, versetzt mit Algen oder allerlei Kleinstlebewesen und Thermalwasser, genutzt und geschätzt haben. Die Mikrolebewesen machen dabei den italienischen Schlamm erst zu Fango. Denn bevor der auf die Haut kommt, muss er reifen. Das dauert mindestens zwei Monate und ergibt den sog. organischen Fango.
Anders ist das Prozedere außerhalb Italiens. Hierzulande benutzt man oft den anorganischen Fango. Ihm sind keine Mikroorganismen zugesetzt, die Reifung erübrigt sich demnach auch. Genau wie Italien muss Deutschland aber auch nicht auf bekannte Abbaugebiete verzichten. Das Vulkangestein wird zum Beispiel am Kaiserstuhl abgebaut, gemahlen und mit Wasser versetzt. Der entstandene Schlamm wird dann auf bis zu 50 Grad Celsius erwärmt und fingerdick auf die Haut gestrichen. Damit die Wärme länger hält, wird die Schlammschicht mit Folie oder Tüchern abgedeckt. Nun haben die Wirkstoffe in Verbindung mit der Hitze bis zu 40 Minuten Zeit, in die tieferliegenden Muskelschichten einzudringen. Die Wirkung wird oft durch vorherige Massagen verstärkt.

Vulkangestein enthält viele Mineralien. © catbutler/Flickr

Wirkung und Anwendugsgebiete
Die Wärme wirkt sich auf die Gefäße aus, die sich infolgedessen erweitern. Außerdem wird der Kreislauf angeregt. Die im italienischen Fango enthaltenen Algen sollen zudem die Endorphinbildung anregen. Diese körpereigene “Droge” wirkt gegen Schmerzen. Nicht zuletzt deshalb ist Fango ein bewährtes Mittel bei rheumatischen Erkrankungen und allen Arten von Verspannungen. Das zugesetzte Thermalwasser enthält Minerale, die sich besonders positiv auf die Haut auswirken. Sogar Schuppenflechten können so gelindert werden. Es besteht jedoch bei Kreislauferkrankungen, Beschwerden am Herzen und Problemen mit dem Blutdruck ein erhöhtes Risiko. Betroffene sollten in diesen Fällen auf zu starke Hitze, wie sie auch bei Sauna, Hot-Stone und Banja vorkommt, verzichten.


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Banja – entspannen auf Russisch

Autor: Nicole
abgelegt in: Geist,Körper

Jedes Land kennt eine eigene Art, sich vom Alltagsstress zu erholen. In Russland schwört man auf die Banjas.

Einfache Holhütten auf dem Lande dienen als Banja. © sameli/FlickrBanjas, so nennt man die russischen Badehäuser, die der Sauna ähnlich sind. Männer und Frauen genießen hier, streng getrennt voneinander, Dämpfe mit Temperaturen von bis zu 120 Grad Celsius. Die zugesetzten Aromen entspannen zusätzlich. Während der Holzofen die oft kleinen Hütten beheizt, werden Aufgüsse auf die heißen Steine gegossen. Es muss nicht immer Wasser sein, dass die Luftfeuchtigkeit dabei erhöht. Ganz traditionell gehören auch Wodka und Bier zu den Flüssigkeiten, die für Entspannung und Wohlbefinden sorgen. Während die Dämpfe auf den Körper wirken und die Haut pflegen, sorgen die Teilnehmer untereinander für eine weitere medizinische Wirkung: Das Auspeitschen mit Birkenwedeln ist wie eine Massage. Es regt die Durchblutung an und sorgt für ein schönes Hautbild und einen belebenden Effekt. Die so genannten “Weniks” werden vorher in Wasser eingeweicht. So entsteht ein typischer Geruch und zugleich ein neuer Aufguss, mit den ätherischen Ölen der Birke.

Während des Besuchs in der Banja pflegt man gleichzeitig Kontakte. Man kann aber auch einfach die Ruhe genießen und die eigene Mitte wiederfinden. Neben der entspannenden Wirkung auf Muskeln und Haut relaxt man hier also fast ganzheitlich. In den Metropolen des Landes haben sich mittlerweile auch große, luxuriöse Banjas etabliert. In ländlichen Gegenden findet man aber immer noch die traditionellen kleinen Hütten, die aus einfachen Mitteln gebaut sind.

Schwitzen und entspannen. © an2on/Flickr


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Entspannung in der Solegrotte

Autor: Nicole
abgelegt in: Geist,Körper

Die Vielfalt der Wellness-Angebote bietet ja mittlerweile für jeden Geschmack das Richtige. Wer die traditionelle Sauna zu schnöde findet, kann es mit einem Besuch in einer Solegrotte versuchen.

Der Begriff Sole kommt aus dem Spätmittelhochdeutschen. Er leitet sich von “sul” oder “sol” ab und bedeutet soviel wie Salzbrühe. Die Gesundheits-Industrie kennt unzählige Anwendungsmöglichkeiten dieser Lösung aus Salz und Wasser und auch auf dem Wellness-Sektor hat sich die heilende wie entspannende Eigenschaft des Minerals herumgesprochen. In einer Solegrotte herrscht maximale Luftfeuchtigkeit, bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius. Die positive Wirkung der Sole weist Parrallelen zur medizinischen Wirkung der klassischen Sauna auf. Die Auswirkungen auf die oberen Atemwege, die Entschlackung, und die Durchblutung des Körpers werden durch eine Form der Vernebelung kleinster Solepartikel verstärkt. Daneben wird der Besuch der Solegrotte auch Menschen mit Neurodermitis, Ekzemen, Rheuma, Schlafstörungen und Kreislaufstörungen empfohlen.

Eine Variante der Solegrotte © serotonic/Flickr

Die niedrigere Temperatur erlaubt eine ausgedehnte Sitzung von circa 20 Minuten, in der man sich entspannt und die Minerale auf sich wirken lassen kann. Da Musik ebenfalls dafür bekannt ist, die Ruhe und Ausgeglichenheit zu fördern, setzen die Betreiber solcher Einrichtungen sie ein, um die Anwendung abzurunden. Ein ganzheitlicher Effekt auf Körper und Geist ist die Folge. Bei einem Besuch sollte man sich vorher kurz abduschen und in der Kabine eine liegende Position vorziehen.


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Dass ich nun schon seit knapp einem Monat einer Pilates-Sucht verfallen bin, sollte aufgefallen sein. Nach Selbstversuch und Ergebniskontrolle stelle ich an dieser Stelle meine Hitliste der drei schönsten Übungen für Rückansicht und Beine vor.Frau beim Pilates

Swimming
Herrlich, wenn man genügend Vorstellungskraft hat, um sich dazu noch ein Meer vorzustellen, durch das man gleitet. Mangelt es an selbiger, ist die Übung etwas für Hobbymasochisten und gerade deswegen wohl auch so effektiv. “Swimming” verlangt die Bauchlage. Die Arme werden nach vorne gestreckt und auch die Beine sind lang und gedehnt. Dann beginnt man, unter Berücksichtigung der gleichmäßigen Atmung, Arme und Beine auf und ab zu bewegen. Immer so, dass sich rechter Arm und linkes Bein, sowie linker Arm und rechtes Bein gleichzeitig heben. Man ahmt also eine, dem Schwimmen ähnliche, Bewegung nach. (In Wirklichkeit sieht es eher aus wie ein zappelnder Käfer.) Dabei bleibt der Hals lang und der Bauchnabel nach innen gezogen (Powerhouse!).

Beinheben in Seitenlage
Auf der Seite liegend, das Powerhouse aktiviert, legt man das untere Bein im leichten Winkel nach vorn. Das obere Bein ist langgestreckt. Unter der Taille sollte durch die Spannung noch etwas Platz sein. Die Hüfte bleibt gedehnt und bewegungslos. Mit der Ausatmung wird nun das Bein gehoben, mit der Einatmung wieder zurückgeführt. Die Übung solange wiederholen, bis es brennt. Danach entspannen und spüren, wie der Schmerz nachlässt. ;) Das Video stellt die maximale Beinhebung vor. Es ist aber meiner Meinung nach effektiver, das Bein nur ein wenig anzuheben und die Spannung dafür die gesamte Übung über zu halten.

Kreisen der Beine
Auf dem Rücken liegend, das Powerhouse wie immer aktiviert, wird ein Bein in die Höhe gestreckt. Es ganz zu dehnen ist sehr schwer, darum kann man es auch leicht anwinkeln. Nun werden kleine Kreise gezogen. Mit der Ausatmung führen sie vom Körper weg, mit der Einatmung zum Körper hin. Dabei ist der Rest der Körpers, vor allem aber das Becken, wirklich ruhig. Diese Übung sieht unglaublich einfach aus, ist aber meiner Meinung nach eine der schwersten und effektivsten.


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Pilates: Die richtige Atmung

Autor: Nicole
abgelegt in: Bewegung,Körper

Wenn man Pilates wirklich richtig durchführen möchte, braucht man einige Grundlagen. Eine wichtige Sache, die man zu allererst lernen muss, ist die richtige Atmung.

Die richtige Atmung ist das A und O. © SylphAm Anfang habe ich mich damit sehr schwer getan. Bei den Pilatesübungen atmet man immer in die seitliche Brust. Klingt einfach, wenn man es kann. Die Probleme beginnen schon, wenn man sich auf die Atmung einmal bewusst konzentriert. Atmen ist ein Reflex, als ich versuchte, diesen Reflex zu steuern, atmete ich meistens zu schnell und zu tief. Der Effekt ist derselbe, wie beim Hyperventilieren: Schwindelgefühle so stark, dass man sich setzen muss.

Man kann die Atmung in zwei Positionen erlernen: im Stehen und im Liegen. Wer wie ich anfangs Schwierigkeiten hat, die Atmung einfach natürlich fließen zu lassen, sollte mit der Methode im Liegen beginnen. Die Vorgehensweise ist immer dieselbe: Am besten legt man eine Hand auf den Brustkorb und die andere auf den Bauch. Die Schultern werden entspannt fallen gelassen. Dann atmet man ganz natürlich durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Beim Ausatmen presst man die Luft durch die leicht gespitzten Lippen. Die Hand am Brustkorb sollte beim Einatmen spüren, dass die Rippen sich heben und senken. Der Bauch bleibt immer flach. Auch der restliche Körper bewegt sich nicht. Nach und nach kann der Schwierigkeitsgrad gesteigert werden. Das bedeutet, man atmet im Stehen, sitzen und in der Bauchlage. Hier ist es besonders schwierig, alles richtig zu machen. Man braucht aber auch diese Fähigkeit, um Übungen wie “Swimming” (man liegt auf dem Bauch und bewegt Arme und Beine auf und ab) richtig und entspannt durchzuführen. Beherrscht man die Atmung, muss man nur noch üben, das Powerhouse zu halten. Beide Grundlagen gewährleisten zu einem großen Teil die wirklich effektive Ausführung der Übungen.


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Sauna: Medizinische Wirkungen

Autor: Nicole
abgelegt in: Allgemein,Körper

Die Sauna ist unter Wellness-Anhängern nicht nur wegen ihrer positiven Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden beliebt. Neben der Entspannung bietet sie gleichsam Aspekte, die sich positiv auf die Gesundheit des Körpers auswirken. Das wiederum fördert das Wohlbefinden noch stärker, denn – wie sagt man so schön – in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist!

Sauna - gesund und entspannend. © FlickrAllgemein bewirken regelmäßige Saunagänge eine Stimulanz des Immunsystems. Man härtet sich ab und kann Krankheitserregern besser trotzen. Dieser Aspekt ist zum einen durch das Schwitzen an sich, als auch durch die Abwechslung zwischen Heiß und Kalt bedingt. Während des Schwitzens in der Kabine erhöht sich die Körpertemperatur derart, dass man von einem künstlich herbeigeführten Fieber sprechen kann. Durch die hohe Temperatur werden Keime abgetötet. Die Haut wird gut durchblutet, alte Haut wird, wie bei einem Peeling, aufgeweicht und erneuert, die Blutgefäße erweitern sich zudem stark. Dies wirkt sich äußerst positiv auf das Erscheinungsbild der Haut aus und reduziert Alterungsprozesse. Das Schwitzen kommt außerdem einer tiefgreifenden Reinigung gleich. Kühlt man den Körper dann plötzlich ab, ziehen sich die Poren wieder zusammen, die Muskeln entspannen sich wie bei einer Massage und der Kreislauf wird stimuliert. Der Effekt ist ähnlich wie bei den bekannten Wechselduschen. Darüber hinaus wird der Stoffwechsel angeheizt, der Blutdruck senkt sich und die Atmung wird verbessert. Als medizinische Therapie können Saunagänge bei Beeinträchtigungen rund um das vegetative Nervensystem angewendet werden.

Nicht empfehlenswert ist saunieren für Menschen mit Venenleiden, oberflächlichen Verletzungen der Haut wie zum Beispiel Entzündungen, Couperose und Infektions- sowie Herz-Kreislaufkrankheiten.


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Pilates im Selbstversuch

Autor: Nicole
abgelegt in: Allgemein,Bewegung,Körper

Pilates, das “Wundermittel um Bauch, Beine und Po zu straffen und allgemein eine bessere Haltung zu bekommen.” So oder so ähnlich lese ich immer wieder davon. Obwohl ich eigentlich eine Sportniete bin, konnte ich heute im Elektronikfachmarkt meines Vertrauens nicht an der DVD-Abteilung vorbei gehen.

Mein Blick fiel auf die unterschiedlichen Angebote zu Pilates. Mit dem freudigen Gefühl, jetzt endlich mal in die Basics der Methode einzusteigen und etwas für mich zu tun, griff ich eine DVD heraus. Nicht unbedingt zufällig handelt es sich um die von Barbara Becker. Schon seit längerem beneide ich sie um ihren absolut perfekten Körper. Der Gedanke, nur annähernd so auszusehen, versetzt mich regelmäßig in teils euphorische, teils wehmütige Zustände. Nach dem Bezahlen fühlte ich mich schon so, als hätte ich das erste Workout hinter mir. Da soll noch einer sagen, Glück ist nicht käuflich! Zu hause angekommen zögerte ich noch kurz, etwas gedanklich durchzuspielen ist doch anders, als sich dann wirklich anzustrengen. Aber ich blieb tapfer und legte die DVD in den Player, so schwierig sahen die Übungen, die ich bis jetzt so gesehen habe nun auch wieder nicht aus. In Ermangelung einer richtigen Matte musste eine Decke herhalten, auf die ich mich setzte und gespannt den Ausführungen Frau Beckers und ihrer Trainerin lauschte.

Bridging - der Brückenschlag. Sieht einfach aus, ist es aber nicht. © FlickrIm Basistraining (Dauer etwa 45 Minuten) werden 24 Übungen vorgestellt, die sich für Einsteiger und Fortgeschrittene eignen sollen. Darüber hinaus kann man ein Kurztraining (Dauer ca. 20 Minuten) oder die einzelnen Übungen getrennt voneinander absolvieren. Da eines der wichtigen Dinge beim Erlernen von Pilates das Lokalisieren des so genannten “Powerhouse” ist, musste ich dieses nun, mithilfe der richtigen Haltung und Atmung (in die Brust) erstmal Suchen. Die Suche gestaltete sich schwieriger als erwartet und ich bin mir auch jetzt, nach dem ersten Training, noch nicht ganz sicher, ob das, was ich da gespürt habe, auch wirklich mein Powerhouse und nicht allein die ungewohnte Anstrengung der Bauchmuskeln war. Die zweite Übung sieht einfach aus, heißt “Rolling like a ball” und erfordert eine Single Leg Stretch. Eine der “einfacherenMenge Konzentration. Beim hoch- und runterrollen dämmerte mir langsam, dass auch Pilates anstrengend ist. Tapfer befolgte ich die weiteren Übungen. Manche von ihnen sind einfacher, was aber nicht heißt, dass sie nicht kraftaufwendig sind. Bei einigen Übungen lernte ich meine körperlichen Grenzen einmal ganz persönlich kennen, wir sind jetzt sozusagen beim “Du”. Eine davon trägt den wunderbaren Namen “Side kick inner thigh lift”, also “Heben und Senken des unteren Beins”. Man liegt auf der Seite (bis hierhin noch akzeptabel) und stellt das oben liegende Bein vor das andere. Hört sich ersteinmal nicht schlimm an. Dann aber kommt der Haken: das unten liegende Bein wird nun auf- und abwärts gesenkt. Das richtige Atmen dabei nicht vergessen und die Bauchspannung halten. Ich fühlte mich wie ein menschlicher Knoten kurz vor dem Aufspringen. Das mit dem nach vorne gestellten Fuß muss ich wohl noch üben.

Testurteil: Nach einer Trainingseinheit konnte ich feststellen, dass wirklich alle Übungen einfach aussehen, dafür aber unglaublich kraftraubend sind (nicht umsonst wird Pilates auch oft “Power-Yoga” genannt!). Trotzdem bin ich nicht verschwitzt, muss nicht sofort unter die Dusche, wie nach dem Fitness-Studio und hechele nicht, wie nach einem Waldlauf oder einer Nordic-Walkin-Einlage. Ich muss mich nicht überwinden für das Training irgendwo hinzufahren und fühle mich danach frisch und sogar etwas entspannt. Ich glaube, ich habe Pilates für mich entdeckt. Frau Becker ermutigt mich weiter: Angeblich soll man, so der Erfinder der Methode, nach 10 Trainingseinheiten einen Effekt verspüren, nach 20 soll man ihn dann sogar schon sehen, nach 30 hat man eine Top-Körperhaltung und überhaupt einen ganz neuen, wunderschönen, athletischen Körper. Ich bin bereit und gelobe, mindestens zweimal pro Woche zu üben und in Zukunft auch mehr auf meine Ernährung zu achten. Denn die Erfahrung, dass meine Beweglichkeit, die Ausdauer und der Anmut mit Mitte 20 nicht mehr selbstverständlich einfach da sind, hat mich ehrgeizig gestimmt.


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Pilates hat als Geheimtipp für einen gesunden Rücken und als ganzheitliche Methode zur Verbesserung der Körperspannung längst den deutschen Wellness- und Fitness-Sektor erobert. Der Erfinder dieser Form der Bewegung heißt Joseph Hubert Pilates und ist – wer hätte das gedacht – ein Deutscher.

Die Geschichte besagt, dass J.H.Pilates als Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg damit begann, fernöstliche Trainingsansatze zu studieren. Dazu gehörte unter anderem die ganzheitliche Entspannungstechnik Yoga. Auch Meditation untersuchte der vielseitig Interessierte, in England festgehaltene Turner, Boxer und Bodybuilder. Er ließ seine Mitgefangenen auf Matten trainieren. Dieses Utensil gehört bis heute fest zu den Übungen der Lehre nach Pilates.

Pilates-Übung © Flickr

Nachdem der Krieg vorüber war, arbeitete der Deutsche in seinem Heimatland mit Rudolf von Laban, einem Experten der Bewegungslehre, weiter an der von ihm entwickelten Methode. Schließlich, im Jahre 1923, kehrte er Deutschland den Rücken. In New York eröffnete er ein Studio, das unter Tänzern und Schauspielern schnell zu einer Geheimadresse avancierte. Seit geraumer Zeit hat sich Pilates aus den Kreisen der schmerzgeplagten Künstler gelöst und in die gesamte Welt verbreitet. Als Wellness-Methode angepriesen und von Fitness-Studios aufgefriffen machen nun unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen “Pilates”. Ob gegen Rückenschmerzen oder zur Prävention, für die allgemeine Körperhaltung oder zur Entspannung – die Methode erreicht dank ihres ganzheitlichen Charakters Erfolge auf verschiedensten Gebieten. Vor allem sehr kleine, kaum beanspruchte und tiefliegende Muskelpartien werden enorm trainiert. Das kann bei Anwendern schnell zu einem ganz neuem und besseren Körpergefühl führen. Die Übungen sollten unter professioneller Leitung erlernt werden, es besteht jedoch eine geringe Verletzungsgefahr.


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Progressive Muskelentspannung

Autor: Nicole
abgelegt in: Körper

Die Tiefenmuskelentspannung, wie die Progressive Muskelentspannung (PM) auch genannt wird, gehört neben Yoga, autogenem Training und Meditation zu den ganzheitlichen Entspannungstechniken. Vor allem im Rahmen von Verhaltenstherapien für Angstpatienten findet sie Anwendung. Geübte können damit eine bewusste Entspannung ganzer Muskelgruppen erreichen.

Entspannung. © Bodo Schmitt/PixelioDas Verfahren ist auf Edmund Jakobson zurückzuführen, der auch der Begründer der Biofeedback-Methode ist, die ebenfalls in der Verhaltensforschung eingesetzt wird. Bei der Tiefenentspannung geht es darum, bestimmte Muskelgruppen gezielt und bewusst anzuspannen. Die Spannung wird für einige Sekunden gehalten. Dann erfolgt die Entspannung. Dieser Vorgang führt zu verringerten Anspannung im gesamten Körper. Die Ausführung ist auf die Phasen der An- und Entspannung der Muskeln nach einer bestimmten Reihenfolge fokussiert. So kommt es zu einer verstärkten Körperwahrnehmung und einer geringeren Muskelspannung als es normalerweise der Fall wäre. Das Wohlbefinden wird gefördert und sogar Symptome innerer Unruhe wie Zittern und Schweißausbrüche können bekämpft werden. Nach einiger Zeit der Übung ist es möglich, die Entspannung immer und überall herbeizuführen.

Besonders bei Stress, einer bestimmten Verspannung die Schmerzen verursacht, Kopfschmerzen und Schlafstörungen ist die Progressive Muskelentspannung hilfreich. Einige Krankenkassen bieten sogar Kurse an, in denen man die Grundlagen erlernen kann.


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Massage mit Schokolade

Autor: Nicole
abgelegt in: Geist,Körper

Die Kakaobohne - Frucht mit nützlichen Inhaltstoffen © FlickrDie Frucht der Kakaopflanze ist der Grundstoff für Schokolade. Die Bohne enthält wichtige Inhaltstoffe wie Theobromin, Koffein, Anandamid und Salsolinol. Theobromin hat eine stimulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem und sorgt für den bekannten stimmungsverbessernden Effekt beim Verzehr. Naschkatzen können diese Wirkung bestätigen.

Doch der Kakao wirkt nicht nur von Innen. Eine duftende Schokoladenmassage ist stimmungsaufhellend und hautpflegend zugleich. Welcher Inhaltsstoff für die Endorphin-Ausschüttung verantwortlich ist, haben Wissenschaftler schon vor längerer Zeit herausgefunden. Relativ neu ist dagegen die Entdeckung des Stoffes “CocoHeal” im Jahre 2005 durch Experten der Universität Münster. Dieser Bestandteil der Kakaobohne hat eine besonders positive Wirkung auf die Haut. Er unterstützt beispielsweise die Wundheilung, indem das Wachstum neuer Hautzellen angeregt wird. Falten sollen mit Hilfe von “CocoHeal” verringert, Schäden der Haut therapiert werden.

Daneben ist auch die Kakaobutter für die Pflege von Außen verantwortlich. Sie spendet Feuchtigkeit und soll sogar einen Anti-Aging Effekt haben. Das in der Butter enthaltene Tannin sorgt für einen Slimming-Effekt.

Die eigens für Massagen hergestellte Schokoladenmasse wird warm und zähflüssig auf die Haut aufgetragen.Schokolade - Nicht nur zum Naschen gut. © FlickrDer Duft vermittelt eine Wohlfühlatmosphäre und hält auch nach der Behandlung an. Wenn vorher ein Körperpeeling durchgeführt wird, können die Inhaltsstoffe besser in die Haut eindringen. Nach der eigentlichen Massage sorgt eine Einwirkzeit von etwa 20 Minuten dafür, dass die Haut alle wohltuenden Substanzen ganz aufnehmem kann. Gleichzeitig kann man sich optimal entspannen. Duft und Wärme sorgen für den ultimativen Wellness-Faktor. Danach wird die Schokolade abgeduscht. Die euphorisierende Wirkung auf die Seele bleibt jedoch auch nach der Massage, genauso wie der angenehme Geruch auf der Haut. Mindestens bis zur nächsten Dusche.


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