Atemübungen für den Alltag

Atemübungen sind eine einfache Möglichkeit, ohne Hilfsmittel, zu jeder Zeit und an jedem Ort zur Ruhe zu gelangen, sich zu entspannen und den Stress für eine Weile von sich zu schieben.

Wer regelmäßig Atemübungen macht, entwickelt ein ganz neues Verständnis für diese eigentlich so simple Sache, die wir ganz ohne darüber nachzudenken ständig durchführen. Atmen bedeutet Leben, doch wer das richtige Atmen verlernt hat, atmet nur noch um zu überleben. Bewusstes Atmen dagegen kann therapeutisch äußerst wirksam sein, wenn der Körper entspannt und entkrampft wird und man seinen Geist für einen Moment treiben lassen kann.

Atemübungen für den Alltag

Atemübungen sind Entspannungsübungen und daher meist ein fester Bestandteil einer Meditation oder eines Yoga-Programms. Zunächst einmal sollten Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie man bewusst atmet. Nicht flach und schnell, sondern in langen Zügen, tief und mit Ruhe. Zählen Sie dabei ruhig einmal die Sekunden, um zu sehen, ob jeder Atemzug gleich lang andauert. Üben Sie gezielt das Atmen in die Brust und in den Bauch, dadurch kommen Sie automatisch schon in einen gesünderen Rhythmus. Dieses Training kann man während der Fahrt im Bus, am Schreibtisch im Büro, selbst an der Kasse im Supermarkt durchführen. Für die komplexeren Übungen macht man es sich dann zu Hause in einem gut durchgelüfteten Zimmer bequem.

Atemübungen zu Hause durchführen

Stellen Sie sich aufrecht hin, die Füße mit leichtem Abstand nebeneinander. Heben Sie zeitlich mit dem Einatmen die Arme gestreckt nach oben, halten sie kurz die Spannung und senken Sie die Arme dann langsam wieder parallel zum Ausatmen. Wiederholen Sie diese Übung ein paar Mal und machen Sie dann eine kurze Entspannungspause, in der Sie die Arme etwas auslockern.

Bei einer zweiten Übung heben Sie die Arme angewinkelt auf Schulterhöhe vor die Brust. Die Ellenbogen zeigen dabei nach außen, die Finger beider Hände berühren sich vor Ihrem Brustbein. Beim Einatmen werden nun die Schultern nach hinten gezogen, die Arme bleiben angewinkelt. Halten Sie auch hier die Spannung und führen Sie die Arme dann beim Ausatmen langsam in die Ausgangsposition zurück.

Schließlich kann man das Atmen auch mit dem ganzen Körper nachvollziehen, indem man die Arme locker hängen und beim Ausatmen den Oberkörper nach unten fallen lässt. So als würde alle Luft aus dem Körper weichen. Verharren Sie einen Moment in dieser Position, den Oberkörper so nah wie möglich an die Beine herangeführt, mit den Händen die Waden umfassend. Dann folgt das Einatmen und parallel das Wiederaufrichten, wobei der Rücken nicht gestreckt ist, sondern der Kopf nach unten gesenkt bleibt, sodass sich ein Buckel bildet. Erst wenn der Rücken gerade steht, nehmen Sie auch den Kopf nach oben. Mit solchen und ähnlichen Übungen entspannt man die Muskeln, baut Stress ab, trainiert die Lungen und bekommt ganz allgemein ein besseres Körpergefühl.